Fehlgeburten: Auch wenn sie manchmal in der Familie zu liegen scheinen, sind die (mütterlichen) Gene meist unschuldig
Eine Blutuntersuchung mit Darstellung des Chromosomensatzes (Anm. d. Rerd.: des Erbgutes) sollte zwar durchgeführt werden, um die Situation in Ihrem individuellen Fall abzuklären, jedoch kommt es eher selten vor, dass sich eine bestimmte Veränderung des Erbguts (eine sogenannte Chromosomenaberration; Aberration bedeutet Abweichung vom Normalen) als Ursache für Fehlgeburten von der Mutter auf die Tochter vererbt.
Es ist allerdings so, dass es durch das mit dem Lebensalter der Frau auch steigende Alter der Eizellen generell häufiger zu Fehlgeburten kommt. Würde man die Eizellen dieser Frauen vor der Befruchtung genetisch untersuchen, so ließen sich in einem hohen Prozentsatz genetisch auffällige Eizellen finden, obwohl der Chromosomensatz der Frauen selbst unauffällig ist.
Prof. Dr. med. Stefan Kissler, Experte der "Sprechstunde Schwangerschaft-Geburt-Stillen", in der Sie viele Fragen und Antworten rund um das Thema Schwangerschaft finden.
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Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Kissler / surfmed / www.baby-und-familie.de;
23.01.2008, aktualisiert am 26.01.2012
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