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Ursachen von Leistenschmerzen: Muskeln, Sehnen, Gelenke

Verspannte Muskeln und gereizte Sehnen, die Sportlerleiste oder eine Hüftarthrose sind häufig mit Leistenschmerzen verbunden. In oder nach der Schwangerschaft sorgt mitunter eine Lockerung des Beckenrings für erhebliche Schmerzen in diesem Bereich. Selten kommt es zum Bruch des Scham- oder Sitzbeins


So mancher Schuss geht in Wirklichkeit aufs Konto der Leiste

Zwischen dem Bewegungssystem und der Leiste gibt es viele Berührungspunkte. Das Leistenband spannt sich an zwei Eckpunkten des Beckens auf: zwischen dem vorderen Beckenkamm und dem Schambein. Gleich in der Nähe befindet sich das Hüftgelenk. Im Hintergrund: das Becken mit dem Kreuz. Starke Muskeln und Bänder geben der Konstruktion rundherum Halt. Die Leiste liegt ein bisschen dazwischen und kann daher überall mitreagieren. Was im Einzelfall die Ursache ist, klärt der Orthopäde ab.

Probleme mit der Körperstatik

Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschiede, Muskelungleichgewichte und Haltungsfehler – das sind Entwicklungen, die mitunter auch zu Schmerzempfindungen im Beckenbereich, an der Hüfte und in der Leiste führen. Etwa, wenn der Körper eine Ausgleichshaltung sucht und so bestimmte Muskelpartien erst recht einseitig belastet. Damit verbundene Störungen sind anfangs meist nur „funktionell“: Sie lassen sich also rückgängig machen. Auf Dauer können sie sich aber festsetzen, und dann ist es schwerer, sie zu korrigieren. Deshalb der Rat, Haltungs- und Statikprobleme so früh wie möglich anzugehen.



Fußabdrücke: Die Wenigsten sind normal unterwegs

Fuß- und Hüftfehlstellungen: Begriffe wie Plattfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Knickfuß und ihre Kombinationen kennen viele. Der Spreizfuß ist der häufigste „Fehltritt“ überhaupt. Abweichungen von der normalen Fußform gelten nicht nur als Auslöser von Schmerzen am Fuß selbst, sondern auch am Knie, in der Leiste, an der Hüfte. Inwieweit eine solche Verkettung im Einzelfall, zum Beispiel bei einem Knickfuß, ausschlaggebend ist, und was es im Einzelfall mit der Fußdeformität auf sich hat, weiß der Orthopäde. Eventuell wird er ausgleichende Einlagen verordnen. Aber auch hier kommt es auf das Training unterforderter, verkümmerter Muskeln an, beginnend an beiden Füßen. Weitere Tipps im Kapitel „Vorbeugung“. Zur X-Hüfte siehe unter Coxa valga.

Impingement der Hüfte: Impingement bedeutet so viel wie Anstoßen oder Einklemmung. Formveränderungen an den Gelenkteilen der Hüfte – am sogenannten Hüftkopf wie an der Hüftpfanne  – können es mit sich bringen, dass der Hals des Oberschenkelknochens beim Beugen und Heranführen des Oberschenkels am vorderen Pfannendach anschlägt. Die zugrunde liegende Formstörung betrifft entweder einen zu wenig verschlankten Übergang vom Hüftkopf zum Schenkelhals des Oberschenkelknochens, eine den Hüftkopf zu stark umgreifende Hüftpfanne oder beides.  Betroffen sind häufiger junge Männer im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren. Das Hüftgelenk kann vorzeitig verschleißen, das heißt es kommt zu einer Arthrose.
Symptome sind Schmerzen in der TIefe der Leiste, zunächst nur nach längerer Belastung wie Radfahren, aber auch beim Treppensteigen, sodann beim Beugen des Hüftgelenkes oder Heranführen des Oberschenkels nach innen.
Die Diagnose stellt der Orthopäde klinisch sowie anhand von Röntgenbildern, meist auch einer Magnetresonanztomografie. Die Therapie besteht in einer operativen Formkorrektur der Hüfte. Es gibt hier verschiedene klassische oder minimal-invasive OP-Verfahren, sodann arthroskopische Techniken via Gelenkspiegelung.

Beinlängenunterschied: Kein Bein gleicht dem anderen. Bei zwei Drittel aller Menschen sind sie zum Beispiel verschieden lang. Vielen fällt das aber gar nicht auf, da der Unterschied minimal ist. Häufig geben Muskelungleichgewichte oder Haltungsprobleme den Ausschlag. Aber auch nach einer Verletzung oder Krankheit kann sich eine Seite merklich verkürzen, zum Beispiel aufgrund einer Gelenkversteifung im Bereich der Hüftmuskeln (sogenannte Adduktorenkontraktur). Der Unterschied kann mitunter angeboren sein. Manchmal bleibt die Ursache unklar.
Symptome: Bis zwei Zentimeter gleicht der Körper den Unterschied meist durch Schieflage des Beckens aus. Ist es mehr, so hat das zur Folge, dass der Betroffene mit dem kürzeren Bein auf den Zehenspitzen geht (Spitzfußhaltung) und auf der längeren Seite die Hüfte und das Knie stärker beugt. Es ist klar, dass dies viele Probleme an der gesamten unteren Körperhälfte bis zur Leiste nach sich zieht. Mitunter kann die Wirbelsäule sogar bis zur obersten Etage am Hals belastet sein. Schmerzen, weitere kompensatorische Fehlhaltungen und Gelenkschäden sind mögliche Folgen. Aber auch die Psyche leidet mit.
Therapie: Bei Kindern werden schon Beinlängenunterschiede ab einem Zentimeter frühzeitig mit orthopädischen Zurichtungen ausgeglichen, um eine Skoliose und chronische Schmerzen am Becken, in der Leiste, Hüfte und im Kreuz zu vermeiden. Bei Erwachsenen beginnen Ausgleichsmaßnahmen bei eineinhalb bis zwei Zentimetern. Infrage kommen bis zu einer bestimmten Grenze eine Absatz- oder Schuhsohlenerhöhung oder ein orthopädischer Schuh.

Doch stößt das meist nicht auf viel Gegenliebe. Daher wird heute der operative Beinlängenausgleich favorisiert. Das längere Bein kann verkürzt werden und umgekehrt, Fachbegriff: Verlängerungs- und Verkürzungsosteotomie. Je nach medizinischen Voraussetzungen und persönlichen Wünschen können beide Wege auch miteinander kombiniert werden. Gezielte Übungen verbessern in jeder Phase das Zusammenspiel der Muskeln und tragen dazu bei, Schmerzen zu minimieren. Orthopäden beziehungsweise Kinderorthopäden wählen eine altersgerechte Vorgehensweise. Dabei berücksichtigen sie auch, wie weit das Knochenwachstum gediehen ist und welche Endmaße voraussichtlich erreicht werden.


Muskelungleichgewichte: Einseitige Über- oder Unterforderung bestimmter Muskelgruppen stört das Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken. Bei vielen Menschen sind zum Beispiel die Rückenstrecker oder Bauchmuskeln, der berühmte Gesäßmuskel (Glutaeus) oder Muskeln hinten am Oberschenkel schlaff. Dann kippt das Becken nach vorne, es entsteht ein Hohlkreuz. Der in der Folge ständig angespannte Hüftbeuger (vor allem der Lenden-Darmbein- oder Iliopsoas-Muskel) tendiert dazu, sich zu verkürzen. Das forciert die Beckenkippung und belastet die vom Hohlkreuz bereits strapazierte Lendenwirbelsäule noch mehr. Auch ständiges Heben großer Gewichte überlastet Muskeln wie den Hüftbeuger.
Symptome: Ein überreizter Lenden-Darmbeinmuskel gibt sich mit Schmerzen im Kreuz- und Bauchbereich, an der Leiste sowie in der Oberschenkel- und Hüftgegend zu erkennen. Die Schmerzen können auch mit Reizungen an den Sehnen, Schleimbeuteln oder Kreuzdarmbeingelenken zusammenhängen (siehe Beitrag „Schmerzen im Gesäß / Kreuz“). Im letzteren Fall sind plötzliche Blockierungen mit starken Kreuzschmerzen, die auch in die Hüften und Leisten ausstrahlen können, möglich.
Therapie: Kurzfristig hilft ein entzündungshemmendes Schmerzmittel, etwa ein nicht steriodales Antirheumatikum. Wichtig: gezieltes Dehnen und Muskelaufbautraining durch Gymnastik und Haltungskorrektur mit krankengymnastischer Anleitung. Bei größeren Belastungen regelmäßig Pausen einlegen.

Beckenringlockerung

Der Beckenring trägt bei aufrechter Haltung die Last des Oberkörpers und verteilt sie auf die Beine. Unter dem hormonellen Einfluss in der Schwangerschaft lockert sich das Bindegewebe und damit auch die normalerweise sehr straffe Bandkonstruktion des Beckens. Das betrifft vor allem vorne die Knorpelfuge am Schambein (Symphyse), die Verbindung zwischen den beiden Hüftbeinen, und hinten die Kreuzbeindarmbeingelenke. Bis zu einem gewissen Maß macht das Sinn, da das Kind ja im Mutterleib zunehmend Platz braucht und während der Geburt durch den entsprechenden Kanal tief im Becken muss.
Symptome: Mitunter führt die Lockerung zu stärkeren Beschwerden im Kreuz, Becken und in den Leisten. Gehen, Treppensteigen und verschiedene Bewegungen im Liegen können dann ausgesprochen schmerzhaft sein. Während manche Frauen sich schon relativ früh in der Schwangerschaft mit dem Problem herumplagen und auch nach der Geburt noch viel Geduld aufbringen müssen, bis das Becken sich wieder etwas mehr gefangen hat, sind andere erst nach der Geburt betroffen.
Therapie: Die schmerzhafte Symphysen- oder Beckenringlockerung ist auf jeden Fall ein Grund, den Arzt um Rat zu fragen. Die Therapie umfasst körperliche Schonung, eventuell sogar Bettruhe, behutsame Physiotherapie und eventuell einen Symphysengürtel, eine Art Stützmieder. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, ob sie die Kosten dafür übernimmt.

Bruch des Scham- und Sitzbeins bei Osteomalazie

Verschiedene Störungen des Stoffwechsels können eine Knochenerkrankung namens Osteomalazie (Knochenerweichung) nach sich ziehen. Dabei fehlen dem Skelettsystem Mineralstoffe, die das Knochengewebe härten. Die Knochen geben Druck- und Zugbelastungen nach und verbiegen sich, ständig belastete Knochen können auch spontan, also ohne Unfallereignis, brechen. Die eigentlich seltenen Brüche des Sitz- oder Schambeins sind für eine Osteomalazie recht kennzeichnend; sie lösen typischerweise Leistenschmerzen aus. Blut- und Röntgenuntersuchungen, gegebenenfalls auch die feingewebliche Analyse einer kleinen Knochenprobe führen hier zur Diagnose. Die Therapie richtet sich nach der Ursache; infrage kommt zum Beispiel der Einsatz von Vitamin D oder Phosphat.


Sportlerleiste

Chronische Leistenschmerzen bei Sportlern oder Sportlerhernie – dahinter steht folgendes Problem: Es zieht und zwackt gewaltig beim Sport, aber man sieht nichts. Teilweise umschreibt der Begriff „weiche Leiste“, womit sich besonders oft Fußball-, Handball-, Eishockey- und Rugbyspieler, Skiläufer und Läufer herumschlagen – Profis mehr noch als Hobbysportler, aber auch sie. Gemeint ist eine Schwäche der Leistenhinterwand mit einem beginnenden, eigentlich aber (noch) nicht wirklich erkennbaren Leistenbruch (Hernie, siehe Kapitel „Leistenbruch, Schenkelbruch“). Tatsächlich kann der erfahrene Arzt mit viel Fingerspitzengefühl eine erweiterte Stelle im fraglichen Bereich tasten. Bei einem Manöver mit Druckerhöhung im Bauch – Husten, Niesen, Aufstehen oder Zusammenklemmen der Oberschenkel – lässt sich der Schmerz eventuell provozieren. Fühlt der Arzt zugleich, dass dabei Gewebe gegen den untersuchenden Finger drückt, könnte es eine beginnende Hernie sein.

Alternativ kommen Reizungen oder Zerrungen der Sehnen von Bauchmuskeln, die am Schambein ansetzen, oder der Adduktoren-Muskeln infrage. Mit der gesamten Staffel der großen und kleinen, langen und kurzen Adduktoren, die das Schambein mit dem Oberschenkel oder sogar Schienbein verbinden, ziehen wir die Oberschenkel nach innen und klemmen sie zusammen. Die Muskelansätze am Schambein sind bei vielen Sportarten großen Belastungen ausgesetzt. Davon wissen besonders Fußballspieler ein Lied zu singen – man denke nur an die oft extremen Schuss-, Tritt-, Spreiz- und Grätschbewegungen.

Mögliche Verletzungen wie ein Riss des Leistenbandes, ein Bluterguss in der Tiefe der Leiste, selten ein sogenannter Ermüdungsbruch am Becken (es entsteht ein dauernd schmerzhafter Defekt im Knochen) oder auch ein verletzungsbedingter Leistenbruch (traumatische Hernie) wird der Arzt immer bedenken.

Steht ein jedoch ein Schmerz am Schambein im Vordergrund, der in die Leisten-, Hüft- und Dammgegend ausstrahlt, bezeichnen manchen Ärzte das als Pubalgie. Ursache können neben der Sportlerleiste auch Überlastungsreaktionen der Schambeinknochen (Osteitis pubis) oder der Fuge dazwischen (Symphysitis) sein. Die hier ansetzenden Bauch- und Adduktorenmuskeln üben entgegengesetzte Zugkräfte aus. Bei starken gegensinnigen Zugbelastungen kann sich der gesamte Bereich entzünden. Dann ist mitunter von einer Kapselreizung des Hüftgelenkes (Peroarthropathia coxae) die Rede. In Betracht kommen hier manchmal auch Beschwerden im Rahmen einer Fibromyalgie.

Wird ein Nerv im Leistenbereich eingeklemmt, sind Missempfindungen oder ein Taubheitsgefühl im Intimbereich, am Oberschenkel vorne, innen oder seitlich (Inguinaltunnelsyndrom) die Folge. Mehr dazu im Beitrag „Hüftschmerzen“.

Letztlich ist die Sportlerleiste für Ärzte eine Herausforderung. Nicht selten zwingen die vielfältigen Beschwerden den Betroffenen erst mal schlicht zu einer Pause. Wenn sie sich dadurch bessern, ist das ein wichtiger Punkt im Diagnose-Mosaik.

Diagnose: Ausschlaggebend sind die Krankengeschichte des Patienten, sein sportliches Profil, mögliche frühere Verletzungen, die Art und Lokalisation der Schmerzen und wann genau sie auftreten, sodann die klinischen Tests und Befunde (siehe auch oben). Manchmal weist auch ein bildgebendes Verfahren in die richtige Richtung. Das gilt insbesondere für die Osteitis pubis oder einen Ermüdungsbruch.
Therapie: Eine Trainingspause, zumindest im Kernsport, ist in der Regel unerlässlich und oft schon hilfreich. Zusätzliche Linderung bringt die Kombination aus einer Kurzbehandlung mit einem entzündungshemmenden Schmerzmittel und einer umfassenden physikalischen Therapie. Das bedeutet: Übungsbehandlung mit Muskelkräftigung und -dehnung, dazu Elektrotherapie, Kälte- oder Kryotherapie (in der Akutphase, später eher Wärmetherapie), Behandlung mit Ultraschall, TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation Reizstromanwendungen über die Haut, dabei werden Schmerzen „überspielt“) und Aquatherapie (verschiedene Formen der Wassertherapie, ausgehend vom Wasser- Shiatsu). Auch Akupunktur und Schmerzbehandlungen mit dem Laser finden Anwendung.
Zu den konservativen Behandlungsoptionen gehören bei der Osteitis pubis auch die Einnahme von Kortison. Manchmal spritzt der Arzt Kortison und ein Betäubungsmittel in den Schambeinspalt. Eine operationsbedürftige Verletzung, ein Leistenbruch, eine deutlich schmerzhafte Leistenschwäche oder eine Schambeinentzündung mit Schmerzen, die auf die konservativen Maßnahmen nicht ansprechen, sind Aufgaben für den Chirurgen.



Hüftgelenkarthrose: Das Röntgenbild ist aufschlussreich

Hüftgelenkarthrose

Verschleiß des Hüftgelenkes entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels. Dieser nimmt Schaden. Es lockern sich Knorpelpartikel und gelangen in die Gelenkflüssigkeit, die sich entzündet. Dadurch wird der angrenzende Gelenkknochen und damit das Gelenk geschädigt, es entwickelt sich eine Arthrose. Ärzte nennen diesen Ablauf degenerativ. Hinter der primären, also der eigentlichen Arthrose ohne weitere Ursachen stehen letztlich Veranlagung und Alterung. Ab 60 ist fast jeder in irgendeiner Form betroffen. Das heißt aber nicht, dass es bei starker Belastung des Gelenkes nicht auch schon früher dazu kommen kann. Immerhin erfahren etwa zehn bis 15 Prozent der Betroffenen schon um die Lebensmitte oder sogar vorher, was Arthrose bedeutet.

Als sekundär wird eine Arthrose bezeichnet, wenn sie Folge anderer Erkrankungen oder Verletzungen ist, etwa von Brüchen am Gelenk, Rheuma (rheumatoide Arthritis), Fehlbelastungen durch Übergewicht oder Verformungen. Dazu kommt es beispielsweise bei einer angeborenen Hüftdysplasie mit Neigung zur Verrenkung der Hüfte. Erkrankungen des Hüftgelenkes im Kindesalter wie eine Hüftkopflösung mit Hüftkopfgleiten oder die Perthes-Erkrankung mit einer Durchblutungsstörung und Schädigung des Hüftkopfes können ebenfalls eine Arthrose nach sich ziehen.

Symptome: Bei Arthrose ist ein Leistenschmerz mit Ausstrahlung in den Oberschenkel, manchmal bis zum Knie, typisch, weniger ein „Hüftschmerz“ (!). Gelegentlich werden die Schmerzen aber auch im hinteren Hüftbereich, Gesäß und Kreuz empfunden. Anfangs treten Schmerzen nur nach größeren Belastungen auf, nach längerem Sitzen oder morgens nach dem Aufstehen. Als sogenannter Anlaufschmerz verschwindet er schon nach wenigen Schritten wieder. Mit der Zeit weichen Schmerzen auch in Ruhe nicht mehr oder reißen den Betroffenen plötzlich aus dem Schlaf. Zunehmend treten Schwierigkeiten beim Abwärtsgehen, auch auf Treppen, auf, und auch andere Bewegungen im Alltag werden beschwerlich: Die Strümpfe lassen sich kaum noch anziehen, weil das Beugen zu schmerzhaft ist. Gartenarbeit ade: Abspreizen und Heranziehen des Oberschenkels kann man vergessen, somit auch die Hocke.

So weit sollte man es lieber gar nicht erst kommen lassen. Lesen Sie im Beitrag „Arthrose des Hüftgelenks“, wie Ärzte heute helfen.

Hüftkopfnekrose bei Erwachsenen

Ist die Durchblutung im Hüftkopf gestört, kann Knochengewebe zugrunde gehen, ähnlich wie bei einem Herzinfarkt, bei dem eine unterversorgte Zone im Herzmuskel abstirbt. Mögliche Folge: Der Gelenkkopf sinkt in sich zusammen, das Gelenk verformt sich. Die Ursachen der Durchblutungsstörung sind vielfältig. Zum einen kann ein Bruch oder eine Verrenkung des Oberschenkelknochens vorausgegangen sein. Zudem beeinträchtigen verschiedene innere Erkrankungen die Durchblutung: bestimmte Formen von Blutarmut oder Leukämie, Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose und damit verbunden Fettstoffwechselstörungen, Gefäßentzündungen bei Rheuma, eine Behandlung mit Kortison, Zytostatika oder eine Strahlentherapie. Auch Alkoholmissbrauch oder die Taucherkrankheit (Caisson-Krankheit) können eine Rolle spielen. Häufiger bleibt die Ursache unklar (idiopathische Hüftkopfnekrose). Vorwiegend betroffen sind Männer zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Sie entwickelt sich meist schleichend über einen längeren Zeitraum. Am Ende stehen eine Arthrose und Versteifungen (Kontrakturen) des Hüftgelenkes durch verkürzte Muskeln, Sehnen und Bänder. Oft tritt die Erkrankung auf beiden Seiten auf.
Symptome: Erstes Symptom sind Leistenschmerzen. Sie können in die Vorderseite des Oberschenkels oder bis ins Knie ausstrahlen. Den Betroffenen fällt auch auf, dass sie die Hüfte schlechter nach innen drehen können. Die Schädigung des Gelenkes schreitet allmählich fort, und es wird immer unbeweglicher. Die zuständigen Muskeln schrumpfen. Es kommt zu einer Gelenkversteifung (Kontraktur). Dadurch verkürzt sich das Bein auf der erkrankten Seite.
Diagnose: Veränderungen zeigen sich in einer Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomogrsfie (MRT) schon deutlich früher als im Röntgenbild.
Therapie: Es gibt keine ursächliche Behandlung. Optionen: eine bestimmte Umstellungsoperation, bei der die Stellung des Hüftkopfes verändert und dieser so aus der am stärksten belasteten Zone herausgenommen wird. Eventuell „unterfüttert“ ihn der Operateur noch mit Gewebe („Bälkchen“) aus dem Beckenkamm oder mit einem Kunststoff. Die zweite, häufiger gewählte Option ist der Gelenkersatz, also der Einbau einer Hüftprothese. Begleiterkrankungen werden gezielt behandelt.

Hüftgelenkentzündung

Zahlreiche Ursachen können eine Coxitis, also eine Entzündung des Hüftgelenkes, verursachen. Einerseits sind es Infektionen durch Erreger, zum Beispiel als akute septische Arthritis (Arthritis ist die allgemeine Bezeichnung für Gelenkentzündung, septisch bedeutet Streuung über das Blut). Andererseits treten akute Entzündungen auch im Zuge oder nach einer Infektion auf (postinfektiöse oder reaktive Arthritis, etwa als Hüftschnupfen, sogenannte Coxitis fugax). Dabei reagiert das Immunsystem überschießend auf den Erreger. Ein weiteres Beispiel ist das heute seltene akute rheumatische Fieber. Chronisch-rheumatische Erkrankungen führen zu chronischen Gelenkentzündungen. Im weitesten Sinn gehört beispielsweise auch die Gelenkentzündung bei der Schuppenflechte (Psoriasis) oder Stoffwechselerkrankungen wie der Gicht in diese Kategorie.

Dazu kommen Kapselreizungen, die einerseits dem sogenannten Weichteilrheumatismus, andererseits der „Pubalgie“ (siehe oben) zugeordnet werden. Auch bei Arthrose kann ein Gelenk sich entzünden (aktivierte Arthrose oder Osteoarthritis).

Bakterielle Entzündungen sind schwere Krankheitsbilde, meist sogar Notfälle. Sie können in jedem Lebensalter auftreten, wobei der Infektionsweg je nach Alter unterschiedlich ist. Bei Säuglingen zum Beispiel erreichen die Keime das Gelenk meistens über das Blut. Das Hüftgelenk ist hier etwas häufiger betroffen. Ausgangspunkt ist ein Infektionsherd, der streut, etwa eine bakterielle Mittelohrentzündung, eine Nabelinfektion, mitunter auch ein vereiterter Blinddarm oder ein Abszess im Bauchraum. Bei Erwachsenen gehen Keimbesiedelungen eher von einer Knochenentzündung (Ostitis, Osteomyelitis) in der unmittelbaren Nachbarschaft aus oder von außen bei einem Eingriff am Gelenk.
Symptome (bakterielle Koxitis): Neben den Symptomen der Grunderkrankung kommt es zu Hüftschmerzen, die über die äußere Leiste in den Oberschenkel ausstrahlen. Die Schmerzen und die Entzündung schränken die Beweglichkeit der Hüfte deutlich ein. Das Bein bleibt in einer Schonhaltung: leicht gebeugt, nach außen gezogen oder gedreht. Zudem treten Allgemeinsymptome wie hohes Fieber, schneller Puls, Schüttelfrost, bei Kindern häufig Übelkeit und Erbrechen auf.
Diagnose und Therapie sind umgehend in einer geeigneten Klinik erforderlich. Zur Diagnose tragen das Krankheitsbild mit seinen Symptomen, Befunden (eventuell tastet der Arzt einen Erguss) und der Vorgeschichte bei. Ein bildgebendes Verfahren und die zügige Untersuchung des Blutes und der entnommenen Gelenkflüssigkeit bestätigen sie. Das Gelenk wird eröffnet, gespült und drainiert, vereitertes Gewebe entfernt (Synovektomie). Der Arzt setzt außerdem Antibiotika ein. Ein Eiterherd im gelenknahen Knochen muss chirurgisch ausgeräumt werden, um zu vermeiden, dass er in das Gelenk einbricht. Bei Säuglingen und Kleinkindern wird das Gelenk für ein paar Tage mit einem Gips oder einer Schiene ruhiggestellt. Danach folgt eine Übungsbehandlung. Ansonsten beginnt die Krankengymnastik sofort, aber passiv: Zunächst bewegt nur der Physiotherapeut das Bein des Patienten. Ärzte schätzen die Heilungsaussichten bei frühem Behandlungsbeginn als gut ein. Andernfalls kann das Gelenk Schaden nehmen: Möglich sind Wachstumsstörungen und eine Arthrose. Dann kann auch eine Korrekturoperation notwendig werden.

Über Rheuma-Erkrankungen informiert Sie der Ratgeber „Rheumatoide Arthritis

Zur Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica) an der Hüfte siehe Beitrag „Hüftschmerzen


Hüftkopflösung (Epiphysenfugenlösung) bei Jugendlichen

Röhrenförmige Knochen wie der am Oberschenkel haben zwei verdickte, kappenartige Enden oder Köpfe, die Epiphysen. Zum Knochenschaft hin findet sich bis zum Alter von etwa 18 Jahren noch eine Grenzlinie oder Fuge, die Wachstumszone. Von dort aus wächst der Knochen solange, bis Fugen und Kappen vollends verknöchert sind. Mädchen sind damit schneller fertig als Jungen. Bei diesen können sich zudem die Oberschenkel-Epiphysen lösen und nach hinten / unten rutschen. Oft passiert das sogar auf beiden Seiten. Verantwortlich dafür sind Verschiebungen zwischen Wachstums- und Geschlechtshormonen. Das Problem betrifft zum Beispiel häufiger hochgewachsene, zugleich etwas fettleibige Jungen zwischen zehn und vierzehn Jahren.

Daneben kann die Loslösung des Hüftkopfes auch durch eine Verletzung (ein Sturz genügt manchmal schon), eventuell auch eine Überbeanspruchung entstehen. Ein spezielles hormonelles Krankheitsbild in diesem Zusammenhang ist die extrem selten vorkommende Fröhlich-Krankheit (Dystrophia adiposogenitalis). Die betroffenen Jungen sind fettleibig, vor allem an den Hüften und Oberschenkeln (sogenannter weiblicher Fettverteilungstyp), haben kleine Geschlechtsteile und werden nicht geschlechtsreif. Ursache sind bestimmte Tumoren im Gehirn (Hypothalamus).

Wenn der Hüftkopf verrutscht und Gefäße dabei mit verletzt wurden, kann es zu einer Durchblutungsstörung im Knochen kommen. Außerdem drohen Schäden am Gelenkknorpel und vorzeitige Arthrose.
Symptome bei Hüftkopflösung: Plötzlich oder allmählich treten ziehende Schmerzen in der Leiste auf. Sie können bis in den Oberschenkel und das Knie ausstrahlen. Manchmal ist das auch die am meisten schmerzende Stelle. Beim Gehen ist das betroffene Bein (oder die Beine) nach außen gedreht und wirkt verkürzt. Einwärtsdrehen klappt nicht. Die Hüftbeweglichkeit ist also deutlich eingeschränkt.
Diagnose: Das Krankheitsbild selbst führt – unter Berücksichtigung eines eventuell auffälligen Körperbaus des Betroffenen – zur Verdachtsdiagnose. Der Orthopäde untersucht gezielt die Beweglichkeit der Hüfte. Anhaltspunkt für eine Epiphysenlösung: Der Oberschenkel dreht sich beim Hochziehen (Anbeugen) spontan nach außen („Drehmann-Zeichen“). Sind beide Hüftgelenke betroffen, überkreuzen sich die Unterschenkel, wenn die Knie gebeugt werden. Eine Röntgenuntersuchung ist wichtig, um die Verlagerung aufzuzeigen und sofort mit der Behandlung zu beginnen – je früher, desto besser. Meistens schließt sich noch eine Ultraschalluntersuchung an, um die Gelenkumgebung (sogenannte Weichteile) zu begutachten.
Therapie: Die Epiphyse muss operativ gerade gerückt und mit Drähten oder Schrauben fixiert werden. Sicherheitshalber wird auch gleich der Hüftkopf auf der anderen Seite befestigt, damit ihm nicht das gleiche Schicksal droht. Eventuell verbessert der Chirurg im selben Zuge oder in einer späteren Korrekturoperation die Statik, in dem er den Hüftkopf umformt. Anschließend heißt es mit dem Krankengymnasten üben. Anfangs darf das Hüftgelenk nur teilbelastet werden, dann schrittweise mehr. Der Betroffene übt das Gehen und trainiert das Gelenk dahingehend, dass das spontane Nach-Außen-Drehen der Hüfte sich verliert.

Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule, Ischias und Schmerzen im Kreuz

Eine Vorwölbung (Protrusion) oder ein Vorfall (Prolaps) der Bandscheibe (Diskus) führt zum akuten Kreuzschmerz, zu einer akut eingeschränkten Beweglichkeit oder Blockade der Lendenwirbelsäule. Folge ist eine schmerzbedingte, ischiatische Fehlhaltung. Die vornüber oder seitwärts gebeugte Haltung entsteht reflexhaft, um Druck von der Nervenwurzel am Wirbelkanal zu nehmen, der von der verlagerten Bandscheibe ausgeht. Zugleich sind die Rückenstreckmuskeln hochgradig verspannt, jeder Bewegungsversuch ist eine Pein, ebenso Niesen, Husten, Pressen.

Ischiasbeschwerden besagen allerdings nur, dass Nervenwurzeln, aus denen sich der Ischiasnerv rekrutiert, am Rückenmark bedrängt sind. Zu diesen Beschwerden gehören folgende Symptome und Anzeichen: Schmerzausstrahlung ins Bein (hinten außen entlang des Oberschenkels / äußeren Leistenbereiches und Unterschenkels bis zum Fußaußenrand) und Gefühlsstörungen am Bein. Dazu kommen Minderungen der Muskelsehnenreflexe (erkennt der Arzt) und der Motorik am Bein, etwa eine Fuß- und Zehenheberschwäche. Leistenschmerzen sind zwar kein typisches Zeichen bei einem Bandscheibenvorfall und „Ischias“, können aber bei Kreuzschmerzen immer mit dabei sein. Daher ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Darüber und über die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten lesen Sie mehr in den Symptome-Ratgebern „Schmerzen im Gesäß / Kreuz“, „Hexenschuss“ und „Rückenschmerzen“.

Erkrankungen des Hüftknochens und der umgebenden Weichteile

Selten verbirgt sich hinter Leistenschmerzen eine Knochen- oder Weichteilerkrankung am Hüftgelenk oder Oberschenkel. Infrage kommen zum Beispiel die Paget-Erkrankung (Osteodystrophia deformans), gutartige Knochenzysten oder eine Geschwulsterkrankung (Tumor). Tumoren sind ebenfalls oft gutartig, mitunter können sie aber auch entarten. Als Ausgangspunkte kommen praktisch alle Strukturen im Knochen und um ihn herum infrage: der Knorpel (kennzeichnend ist hier der Wortstamm „Chondro-“), Knochen („Osteo-...“) und Bindegewebe („Fibro-...“), die Innenhaut (Synovia) von Gelenken, das Knochenmark, Gefäße oder Nerven. Die gelegentlich an der Hüfte auftretenden Chondroblastome sind zunächst meist gutartig. Bei einem Rückfall können sie aggressiver sein. Zu den bösartigen Geschwülsten gehören die Sarkome (Osteosarkome, Chondrosarkome, Synovialsarkome). Sie sind an der Hüfte aber sehr selten. Manchmal siedeln sich auch Tochtergeschwülste (Metastasen) anderer Tumoren in der Hüfte oder am Becken an.
Mögliche Symptome bei einem Tumor: auffällige Schmerzen am Gelenk, Schwellungen, Fieber, Gewichtsabnahme, ein untypischer Knochenbruch (damit kann ein Bruch aus geringfügigem Anlass oder an einer ungewöhnlichen Stelle des Knochens gemeint sein).
Diagnose und Therapie (allgemein): Bei entsprechendem Krankheitsverdacht wird der Orthopäde eine umfangreiche Diagnostik einleiten, die neben Blutanalysen und bildgebenden Untersuchungen – zunächst Röntgen- und Ultraschall (Sonografie), eventuell noch weitere Aufnahmetechniken –, zusätzlich oft eine Gewebeentnahme einschließt. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung. Zentrale Maßnahme ist in der Regel eine Operation.




Bildnachweis: Clinica SANDALF/Dr. Alf Neuhaus, iStock/kycstudio, W&B/Ulrike Möhle
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Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 05.11.2013, erstellt am 03.06.2011
Bildnachweis: Clinica SANDALF/Dr. Alf Neuhaus, iStock/kycstudio, W&B/Ulrike Möhle

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