Chronische Schmerzen beeinflussen fast alle Lebensbereiche. Ihre Auswirkungen reichen von vergleichsweise harmlosen Einschränkungen beim Sport bis hin zu Jobverlust und schweren Depressionen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der Apotheken Umschau. Ungefähr zwei Drittel der befragten chronischen Schmerzpatienten haben wegen ihrer Beschwerden Sport- und Freizeitaktivitäten stark einschränken müssen. Bei 20,4 Prozent der (vorher) Berufstätigen unter ihnen waren die ständigen Qualen sogar der Grund, warum sie ihre Arbeit aufgeben mussten.
Dauerpein beeinflusst auch die Psyche und das soziale Miteinander. Etwa die Hälfte (50,8 Prozent) der befragten Schmerzpatienten sind wegen ihres Leidens oft antriebslos und wollen gar nichts mehr machen. Ungefähr ein Drittel überkommt manchmal schmerzbedingte Depressionen. Jeder Sechste (16,7 Prozent) gibt an, sich aufgrund seiner Schmerzen zurückgezogen und die Kontakte zu Freunden und Bekannten eingeschränkt zu haben. In der Teilgruppe der Betroffenen in einer festen Partnerschaft hat bei 16,5 Prozent aufgrund der chronischen Schmerzen die Beziehung zum Partner stark gelitten.
14,8 Prozent gehen wegen ihrer ständigen Schmerzen kaum noch aus dem Haus. Jeder Zehnte hat schon einmal daran gedacht, einfach endgültig Schluss zu machen und somit durch Suizid seinem Leiden ein Ende zu setzen.
Apotheken Umschau;
12.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Pixland
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