Gymnastik: Ausgleich für die Schulter
Schulterprobleme sind zwar nicht „hausgemacht“, aber Haltungsfehler, falsche Bewegungstechniken oder riskante Manöver beim Sport können den Bereich unnötig belasten. Abschließend ein paar Tipps zur Vorbeugung von und zum Umgang mit Schulterproblemen:
- Erste Symptome, vor allem Schmerzen oder Steifigkeitsgefühl, sollte man immer ernstnehmen und den Arzt dazu befragen.
- Einseitige Haltungen und Bewegungsabläufe meiden, ebenso Zugluft und Kälte
- Bei aktivem Sport Dehnen (Stretching) vorher und nachher nicht vergessen.
- Nach längerem Aussetzen Sport erst nach vorherigem Muskelwiederaufbau beginnen.
- Im Beruf auf eine ergonomisch günstige Arbeitshaltung achten. Der Abeitsstuhl nebst Armlehnen sollte in der Höhe verstellbar sein und eine Nackenstütze sowie flexible Rückenlehne haben. Der Computer soll mit flach aufliegenden Armen bedient werden können und der Kopf bei der Arbeit in der Mittellage, also weder gebeugt noch überstreckt sein. Dies ist wichtig, um schmerzhafte Verspannungen im Nacken zu vermeiden.
- Überlastung der Schultern, Arme, Ellbogen und Hände, zum Beispiel an der Computermaus, vermeiden. Ein paar Minuten Lockerungsgymnastik in der Pause tun immer gut.
- Körperlich wenig aktive Menschen sollten sich umstellen und zu mehr Bewegung finden.
- Keine Lasten einseitig tragen, „Schwergewichte“ sowieso möglichst meiden.
- Bei chronischen Verschleißproblemen, nach einer Schultererkrankung oder einer Operation die empfohlenen Übungen unbedingt beibehalten und auch später, nach Besserung, regelmäßig durchführen.
- Zurückhaltung beim Alkohol, rauchfrei leben.
- Bei Schmerzen können Kälte- oder Wärmeanwendungen, etwa Eisbeutel oder Wärmekompressen, lindernd wirken. Hier weiß auch der Apotheker Rat. Dies gilt ebenso für rezeptfrei erhältliche Entzündungshemmer und Schmerzmittel. Zudem kann der Apotheker weitere wissenswerte Informationen zu Arzneimitteln geben, die der Arzt verordnet und erläutert hat.
Und der Lieblingssport, der einer angeknacksten Schultersehne „den Rest“ gegeben hat? Nach einer Zwangspause ist keineswegs alles verloren. Es hängt ganz vom Einzelfall ab. Viele kehren zur Normalität zurück, wenn auch manchmal zunächst nur mit halber Kraft. Selbst mit einem Kunstgelenk kann man wieder sportlich aktiv werden. Mit sinnvollen Anpassungen gelingt es dann, lange Zeit schmerzfrei zu bleiben.