Machen Sie so viel wie möglich selbst. Lassen Sie sich nicht durch Rückschläge entmutigen. Nehmen Sie sich Babys und Kleinkinder hinsichtlich Frustrationstoleranz zum Vorbild: Auch sie üben greifen, laufen und sprechen wieder und wieder, ohne dabei aufzugeben.
Die Rückkehr nach Hause ist ein wichtiger Schritt. Auch Pflegebedürftige sind in den eigenen vier Wänden oft besser aufgehoben. Sie fühlen sich oft sicherer und profitieren von der vertrauten Umgebung.
Durch die Pflegeversicherung erhalten Sie finanzielle und fachliche Unterstützung. Ambulante Pflegedienste sorgen für eine optimale Betreuung zuhause. Es muss jedoch abgeklärt werden, ob die Voraussetzungen für häusliche Pflege gegeben sind.
Eine gute Organisation der Pflege bietet allen Beteiligten Entlastung. Schreiben Sie Pläne, wann was zu tun ist und bitten Sie Angehörige und Freunde um Mithilfe. Verteilen Sie die Aufgaben auf mehrere Personen.
Auch für Angehörige von Schlaganfallpatienten bedeutet die Krankheit eine drastische Veränderung. Die vertraute Person ist plötzlich hilflos, körperlich stark eingeschränkt, erkennt möglicherweise vertraute Gesichter nicht mehr und hat sich eventuell auch charakterlich verändert. Schlagartig ist alles anders.
Die Anforderungen an den Pflegenden sind hoch. Seien Sie auch mit sich selbst nachsichtig und versuchen Sie, sich immer wieder Zeit für sich selbst zu nehmen. Binden Sie andere Angehörige oder Freunde ein, die Sie entlasten. Mehrere Schultern können körperliche und seelische Belastungen besser tragen. Scheuen Sie sich nicht, selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen – ob Haushaltshilfe oder therapeutische Unterstützung.
Kirchliche Verbände, Kranken- oder Pflegekassen bieten übrigens auch Kurse für pflegende Laien an. Denn: Je mehr Pflegende über Pflegepraxis wissen, desto leichter fallen ihnen die verschiedenen Aufgaben und desto besser wird der Patient versorgt.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 08.02.2012
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