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Nachtschweiß: Was Sie selbst tun können

Oft sind es ungünstige Lebens- und Schlafgewohnheiten, die einen nachts ins Schwitzen bringen. Dann können Sie selbst aktiv werden, um Schweißausbrüchen vorzubeugen oder sie zu lindern. Auch eine notwendige ärztliche Behandlung lässt sich so unterstützen


Entspannen am Abend: Salbeitee hat sich bei Schwitzattacken bewährt

Die Therapie von Nachtschweiß richtet sich immer nach den zugrunde liegenden Ursachen. Meist legen sich die Beschwerden, wenn etwa ein Infekt überstanden ist, Arzneimittel nötigenfalls in der Dosis oder Zusammensetzung angepasst oder verändert wurden, eine Schilddrüsenüberfunktion mit Medikamenten wieder ausgeglichen, Stress und Ängste mit gezielten Therapien abgebaut werden konnten. Auch die seltenen Tumorerkrankungen wie Lymphome haben heute immer bessere Heilungsaussichten.

Wichtig ist es deshalb, bei starken nächtlichen Schweißausbrüchen, die länger als drei bis vier Wochen andauern, den Arzt aufzusuchen, um mögliche krankhaft Ursachen abzuklären. Kommen andere Beschwerden wie Fieber, Gewichtsverlust, ein Abgeschlagenheitsgefühl am Tag oder heftige Schmerzen dazu, sollten Sie sich umgehend an den Arzt wenden.


Sehr oft ist nächtliches Schwitzen jedoch hausgemacht. Dann bleibt nichts übrig, als einige Ernährungs- und Alltagsgewohnheiten zu überprüfen, Stressquellen und seelische Belastungen aufzuspüren und bewusst gegenzusteuern. Fachliche Unterstützung kann hier manchmal sinnvoll und hilfreich sein.

Hier einige praktische Tipps, wie Sie nächtliches Schwitzen lindern bzw. die ärztliche Behandlung unterstützen können

  • Trinken Sie nur mehr wenig und selten oder am besten keinen Alkohol mehr
  • Vermeiden Sie scharf gewürzte und fette Speisen, vor allem abends.
  • Bewegen Sie sich viel und regelmäßig. Bei Übergewicht heißt es: abnehmen.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, in Form von Mineralwasser (eineinhalb bis zwei Liter täglich – wenn Sie krank sind, klären Sie mit Ihrem Arzt ab, wie viel Sie täglich trinken sollen). Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke.
  • Geben Sie das Rauchen auf.
  • Tragen Sie zum Schlafen nicht zu eng anliegende, leichte Kleidung aus natürlichen oder wärmeausgleichenden Materialien. Wenn Sie sehr stark schwitzen, legen Sie sich frische Nacht- und Bettwäsche zum Wechseln bereit.
  • Achten Sie auf eine angemessene Temperatur im Schlafzimmer. Ideal sind etwa 18 Grad. Die Zudecke sollte der Jahreszeit angepasst sein, im Sommer leichter, im Winter wärmer.
  • Entspannen Sie vor dem Schlafengehen. Entspannungsübungen, ein schönes Buch, beruhigende Musik helfen, abzuschalten und dem Tagesstress entgegenzuwirken.
  • Auch Salbeitee steht in dem Ruf, Nachtschweiß vorzubeugen.


Mehr Anregungen für eine entspannte Nachtruhe finden Sie unter dem Symptome-Ratgeber Schlafstörungen im Kapitel „Selbsthilfe“.



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Andrea Blank-Koppenleitner / www.apotheken-umschau.de; 15.12.2009, aktualisiert am 27.10.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/BrandXPictures

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