Um die mit der Basedowschen Erkrankung einhergehenden Augen-Symptome zu behandeln, sollte zunächst die Schilddrüsenfunktion mit Medikamenten, einer Radiojodtherapie oder einer Operation normalisiert werden.
Eine Lichtschutzbrille oder künstliche Tränen (als Tropfen aus der Apotheke) können bei Lichtscheu und trockenem Auge helfen, die Symptome zu lindern. Prismengläser können sinnvoll sein, wenn Patienten Doppelbilder sehen.
In der akuten Phase lässt sich der Entzündungsprozess in der Augenhöhle auch durch Glukokortikoid-Präparate und/oder eine Bestrahlung des Gewebes in der Augenhöhle eindämmen. Drückt das entzündlich geschwollene Gewebe so stark auf den Sehnerv, dass dieser in Gefahr ist, kann eine entlastende Operation nötig sein. Auch bei Doppelbildern oder kosmetisch störenden Augenveränderungen (zum Beispiel stark zurückgezogenen Lidern) kann eventuell eine Operation helfen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist es zudem, das Rauchen einzustellen.
Die Behandlung der Hyperthyreose, vor allem der Augensymptome im Rahmen einer Basedow-Erkrankung (endokrine Orbitopahtie) muss in spezialisierten Zentren erfolgen und erfordert eine gute Zusammenarbeit zwischen den behandelnden Ärzten und Ärztinnen verschiedener Fachrichtungen.
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13.09.2005, aktualisiert am 20.04.2012
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