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Morbus Basedow:
Diagnose

Das Gespräch mit dem Patienten, die körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse sind die wichtigsten Bausteine, um die Diagnose zu sichern


Die Blutabnahme gehört zur Diagnostik bei einem Verdacht auf Morbus Basedow

Bei Verdacht auf Morbus Basedow erkundigt sich der Arzt zunächst nach den Beschwerden, insbesondere nach typischen Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion wie schnellem Herzschlag, Schwitzen, Hitzegefühl, Gewichtsabnahme trotz Heißhunger (mehr dazu im Kapitel Symptome). Dann untersucht der Arzt die Größe und Beschaffenheit der Schilddrüse.

Blut-Untersuchung

Bei Verdacht auf Morbus Basedow wird Blut abgenommen und die Menge der Schilddrüsenhormone bestimmt. Bei Morbus Basedow ist im typischen Fall die Konzentration an Schilddrüsenhormonen zu hoch. Der Wert des Schilddrüsen-Steuerhormons TSH ist dagegen erniedrigt.


Ein deutliches Indiz für die Erkrankung ist der Nachweis von bestimmten Antikörpern im Blut, die sich gegen den TSH-Rezeptor der Schilddrüsenzellen richten. Diese körpereigenen Antikörper heißen TSH-Rezeptor-Autoantikörper, abgekürzt TRAK (siehe dazu auch Kapitel Ursachen). Diese Antikörper können jedoch selten auch fehlen. Dann sind manchmal Antikörper gegen das Schilddrüsen-Enzym Peroxidase im Blut nachweisbar (Thyreoperoxidase-Antikörper, abgekürzt TPO-AK), was ebenfalls auf Morbus Basedow hindeutet.

Ultraschall-Untersuchung

Weitere Hinweise ergeben sich aus einer Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) der Schilddrüse. Dabei ist für den Arzt eine entsprechende Veränderung des Schilddrüsengewebes erkennbar. Auch lässt sich die Größe des Organs ausmessen. Bei Morbus Basedow ist die Schilddrüse eventuell vergrößert. Mit Hilfe der so genannten farbkodierten Dopplersonografie verschafft sich der Arzt zusätzlich einen Eindruck von der Durchblutung des Organs. Bei Morbus Basedow mit Hyperthyreose ist üblicherweise eine verstärkte Durchblutung feststellbar.

Weitere Untersuchungen

Wenn die Diagnose nicht eindeutig ist und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen, kann der Arzt eventuell weitere Diagnoseverfahren anordnen, zum Beispiel eine Schilddrüsen-Szintigrafie. Sie erlaubt genauere Rückschlüsse auf die Funktion der Schilddrüse. Der Patient bekommt dafür ein schwach radioaktives Präparat gespritzt (meist Technetium). Es verhält sich im Stoffwechsel ähnlich wie das Spurenelement Jod und wird deshalb von den Schilddrüsenzellen aufgenommen – je "aktiver" die Schilddrüse ist, desto mehr. Mit einem Detektor wird nun die radioaktive Strahlung über der Schilddrüse gemessen. Je höher sie ist, desto "aktiver" sind die Schilddrüsenzellen. Bei Morbus Basedow mit Hyperthyreose nimmt die Schilddrüse das Präparat verstärkt auf und speichert es vermehrt, gleichmäßig über das ganze Organ verteilt. Einzelne überaktive Bereiche (sogenannte heiße Knoten) deuten eher auf eine andere Form der Schilddrüsenüberfunktion hin: die Schilddrüsenautonomie. (Die Szintigrafie darf nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden.)



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 07.12.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC

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