Sind die Auslöser der Entzündung bakterielle Infektionen, kommen Antibiotika zum Einsatz. Bei Pilzinfektionen werden Antimykotika verordnet: Antipilzmittel, die ganz gezielt gegen die Pilze wirken.
Zunächst werden die Arzneimittel erst einmal am Ort des Geschehens angewendet, also in der Scheide. Zur Auswahl stehen dazu Scheidenzäpfchen oder -salben. Ist diese Behandlung nicht ausreichend, ist eine systemische Therapie erforderlich, also die innerliche Behandlung mit antibiotischen oder antimykotischen Tabletten oder Kapseln.
Zur Behandlung leichter Entzündungen genügen oftmals Desinfektionsmittel. Solche so genannten Antiseptika können als flüssige Lösung, Creme oder Zäpfchen angewendet werden. Nach der Behandlung der Erreger sollte das normale Scheidenmilieu wiederhergestellt werden. Dazu verwendet man Präparate, die Milchsäurebakterien enthalten und meist direkt in die Scheide eingebracht werden.
Behandlung in der Schwangerschaft
Auch in der Schwangerschaft ist eine Behandlung möglich und auch erforderlich. Denn bis zur Geburt sollte auf jeden Fall keine Entzündung mehr vorhanden sein, damit sich der Säugling nicht infiziert. Bei einer Behandlung in der Schwangerschaft ist jedoch einiges zu beachten. So sind zum Beispiel innerlich einzunehmende Antipilzmittel werdenden Müttern untersagt. Die lokale Behandlung mit Salben oder Zäpfchen ist in der Regel unbedenklich – sollte allerdings immer mit dem Arzt abgesprochen werden. Zäpfchen sollten nicht mit Hilfe eines Applikators eingeführt werden. Dies kann im Extremfall eine Fehlgeburt auslösen, falls der Applikator zu tief in die Scheide gelangt.
Konsequent dranbleiben
Die Behandlung verläuft in der Regel schnell und unkompliziert. Die Beschwerden sind meist schon nach ein bis zwei Tagen abgeklungen. Doch auch wenn die Symptome verschwunden sind, ist die Therapie noch nicht abgeschlossen. Wichtig ist, die Wirkstoffe ausreichend lange – wie vom Arzt verordnet – anzuwenden. Andernfalls besteht das Risiko, einen Rückfall zu erleiden. Der Partner sollte eventuell mitbehandelt werden, da es sonst zu "Ping-Pong-Infektionen", also zu gegenseitiger Ansteckung kommen kann.
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13.09.2005, aktualisiert am 15.04.2011
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