Muskelverspannungen sind schmerzhaft. Am besten vermeiden Sie das, wenn Sie monotone Bewegungsabläufe regelmäßig unterbrechen. Das fängt am Hals an und hört am Gesäß auf. Schultern, Ellenbogen, Handgelenke, Finger, Wirbelsäule und Kreuz – sie alle reagieren empfindlich, wenn die Muskeln aus dem Takt kommen.
Bei stärkeren Funktionsstörungen am Bewegungssystem kann der Arzt Krankengymnastik verordnen. Es gibt viele einfache und wirkungsvolle Übungen, um verkürzte Muskeln zu dehnen, geschrumpfte zu stärken und das Muskel-Teamwork zu verbessern. Nebenbei werden auch die Koordination und das Gleichgewicht trainiert.
Sich regelmäßig bewegen – das sollte so normal sein wie Essen und Trinken. Anfangs muss man sich vielleicht etwas dazu zwingen, aber die positiven Wirkungen auf den Körper stellen sich meist bald ein. Wenige Minuten täglich sind schon ein Gewinn: Man wird gelenkiger, geschmeidiger, schneller, aktiver – übrigens auch im Kopf! Nicht zuletzt spielen sich Schlaf und Verdauung wieder ein.
Hüften, Knie und Gesäß sind am besten mit Normalgewicht bedient. Auch die Intimhygiene lässt sich dann leichter bewerkstelligen. Sie trägt dazu bei, lästigen Hautentzündungen wie dem Pilonidalsinus bzw. einer Steißbeinfistel im Gesäßbereich vorzubeugen. Eventuell kann es sinnvoll sein, gegen eine allzu üppige Behaarung vorzugehen. Im ersten Jahr nach Entfernung von Fisteln empfiehlt sich regelmäßiges Enthaaren auf jeden Fall.
Bei der Wundpflege nach einer Operation im Gesäßbereich sollten Sie den Empfehlungen des Arztes folgen. Herumexperimentieren mit den wohlgemeinten Ratschlägen Dritter bewährt sich meistens nicht. Alkohol- und tabakfreies Klima bekommt auch der Wundheilung gut.
Bei ungewohnten Schmerzen im Gesäß oder morgendlicher Steifigkeit im Kreuz, auch wenn diese Symptome zunächst nur unterschwellig erscheinen, sollten Sie sicherheitshalber zum Arzt gehen.
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17.07.2009, aktualisiert am 14.05.2012
Bildnachweis: W&B/Simon Katzer
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