Bei der Rosazea sind die feinen Äderchen (Kapillaren) der Gesichtshaut zum Teil dauerhaft geweitet (Teleangiektasien). Das führt zu einer Rötung der Haut. Weitere Anzeichen der Rosazea sind Knötchen (Papeln) und Eiterpickel (Pusteln) im Gesicht. Diese gehen auf eine Entzündung zurück. Im Verlauf der Erkrankung kann sich gelegentlich auch eine knotige Verdickung der Nase (Rhinophym, umgangssprachlich: Knollen-, Kartoffel- oder Säufernase) bilden.
Es besteht kein Zusammenhang mit einer Akne. Mitesser (Komedonen) fehlen. Acne rosacea und Akne des Erwachsenen sind daher unzutreffende Bezeichnungen.
Die Rosazea ist eine chronische Erkrankung. Auch wenn sie nicht vollständig heilbar ist, lassen sich die Symptome meist gut behandeln. Hautpflege, Sonnenschutz und Gesichtsmassagen lindern die Beschwerden. Faktoren, welche die Gesichtsrötungen begünstigen, sollten vermieden werden. Medikamente können bei der Rosazea äußerlich und/oder innerlich angewendet werden. Rötungen und Gefäßerweiterungen im Gesicht können mit Laser oder Blitzlampe behandelt werden. Bei einem Rhinophym kommt in erster Linie eine Operation in Betracht.