Systemischer Lupus Erythematodes

Zusammenfassung:
Der Systemische Lupus Erythematodes (SLE) ist eine schwere entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung, die zahlreiche Organsysteme befallen kann. Sie wird als "Chamäleon" und "Wolf im Schafspelz" bezeichnet, weil sie sich oft über Jahre als Rheumatoide Arthritis tarnen und dann unverhofft und mit voller Wucht zuschlagen kann. Oft wird sie auch deshalb verkannt, weil sie sehr verschiedene Verlaufsformen haben kann. Die Bezeichnung "roter Wolf" (lupus=Wolf, erythematosus=rot) hat ihren Ursprung wahrscheinlich darin, dass das Gesicht der Betroffenen durch rote Flecken und nach deren Abheilen durch narbenähnliche Einziehungen in ganz typischer Form dem Gesicht eines Wolfes ähnelt.
Die SLE gilt als typische Autoimmunerkrankung. In Europa sind von ihr rund 25 bis 27 Personen pro 100.000 Einwohner betroffen, in Asien 49 von 100.000. Bei Bewohnern Afrikas und der Karibik-Region sind es über 200 pro 100.000 Einwohner.
Bei Frauen tritt SLE häufiger als Neuerkrankung auf (3,5 pro 100.000 in Europa) als bei Männern (0,4 von 100.000). In den letzten vier Jahrzehnten haben sich Lupuserkrankungen verdreifacht.

Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Letzte Aktualisierung:
04.05.2007 (Inge Smolek)

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