Im frühen Stadium klagen Patienten über Kreuzschmerzen, die in den frühen Morgenstunden am schlimmsten werden
Zusammenfassung:
Die Bechterew-Krankheit gehört zu den rheumatischen Krankheiten. Durch entzündliche Prozesse verknöchern die Gelenke zwischen Darmbein und Kreuzbein und die Gelenke zwischen den Wirbeln. Die Wirbelsäule wird von unten herauf nach und nach steif, es bildet sich ein verfestigter Rundrücken. In schweren Fällen kann die Atmung beeinträchtigt werden; ist auch die Halswirbelsäule befallen, wird der Blick des Betroffenen nach unten gezwungen. Bei leichterem Verlauf dagegen fällt die Verknöcherung nach außen kaum bis gar nicht auf.
Die Erkrankten leiden unter Schmerzschüben im Kreuz, in den Knien und an den Fersen. Augenentzündungen der Regenbogenhaut können dazukommen. Gegen die Bechterewsche Krankheit gibt es keine Vorbeugung, auch eine völlige Heilung ist nicht möglich. Durch Heilgymnastik, Sport und rückenfreundliches Leben kann nur versucht werden, das Fortschreiten der Krankheit so lange wie möglich hinauszuzögern. In seltenen Fällen, vor allem wenn das Gesichtsfeld stark beeinträchtigt ist, kann eine Operation sinnvoll sein.
| Die Bechterewsche Krankheit gehört zu den rheumatischen Erkrankungen. Entzündliche Prozesse führen dazu, dass die Gelenke der Wirbelsäule, ausgehend vom Kreuzdarmbeingelenk, nach oben fortlaufend nach und nach verknöchern und so versteifen. Die Folge ist ein typischer verfestigter Rundrücken. Bei sehr stark ausgeprägter Erkrankung versteifen auch die Gelenke zwischen Wirbeln und Rippen, die Atmung kann erschwert werden. Selten sind auch andere Gelenke betroffen, im bösartigen Verlauf greifen Entzündungen auf die inneren Organe über. Die Krankheit verläuft meist schubartig und kann in jedem Stadium plötzlich anhalten. Der Grad, aber auch die Geschwindigkeit der Versteifung können sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Betroffenen tritt sie binnen weniger Jahre ein, bei anderen erst in einem jahrzehntelangen Prozess oder gar nicht. Etwa 0,5 bis ein Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Bechterewsche Krankheit. Bei etwa 80 Prozent beginnt die Erkrankung zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr, sehr selten nach dem 50. Lebensjahr. |
| Letzte Aktualisierung: 22.05.2007 (Inge Smolek) |
Quelle: surfmed;
13.09.2005, aktualisiert am 01.02.2010
W&B/Jörg Steffens
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