Tägliches Tagebuchschreiben hilft, Ängste und Verwirrung besser zu verarbeiten. Das haben Wissenschaftler vom Institut für Psychologie der Universität von Kalifornien in Los Angeles jetzt in einem Versuch festgestellt. Was immer einen ärgere, in Worte gefasst, erscheine die Welt gleich viel weniger schlimm, so das Fazit der Neurologen.
Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren haben die Forscher um den Neurologen Matthew Lieberman gezeigt, wie aktiv bestimmte Hirnregionen beim Formulieren von Gefühlen sind. Bei dem Experiment mussten Versuchspersonen Bilder von Gesichtern mit unterschiedlichen Mimiken betrachten. Anschließend sollten sie den Porträts eine Emotion zuordnen. Während die Probanden über die verschiedenen Gefühle nachdachten, haben die Forscher die Gehinraktivitäten mit einem Magnetresonanztomograf gemessen.
Besonders der Bereich, welcher negative Gefühle abbaut, war während der Aufgaben besonders aktiv. Gleichzeitig ließ die Aktivität der Hirnregion, die als Motor von Angst, Wut und Aggression gilt, stetig nach. "Menschen werden glücklicher, wenn sie ihre Gefühle nieder schreiben", sagte Lieberman.
Übrigens könne das Tagebuch auch bei der Bewältigung von Ängsten helfen, so der Neurologe. Dabei sei es jedoch weniger hilfreich, den angstauslösenden Gegenstand genau darzustellen. Allgemeine Sätze wie "Die Situation war für mich sehr mühsam" tragen hingegen eher dazu bei, schlimme Phasen besser zu bewältigen.
AAAS / www.apotheken-umschau.de;
16.02.2009, aktualisiert am 14.10.2010
Bildnachweis: Jupiter Images/Comstock
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