Gute Vorsätze umsetzen: So klappt's

Mehr bewegen, gesünder essen, weniger Stress: Alle Jahre wieder nehmen sich Menschen vor, etwas zu ändern. Fünf typische Vorsätze und wie es gelingt, sie beizubehalten

von Juliane Gutmann / Dr. Martina Melzer, aktualisiert am 27.06.2016

Wunsch oder Wirklichkeit: Nicht jeder setzt die guten Vorsätze um

F1Online/Cultura/Greta Engel, Thinstock/istockphoto

Während sich die einen jedes Jahr aufs Neue eine Liste mit guten Vorsätzen schreiben, fangen die anderen damit schon gar nicht mehr an. Denn oft hapert es an der Umsetzung. Laut einer repräsentativen Umfrage der Apotheken Umschau hat jeder Dritte (33 Prozent) in diesem Jahr keinen einzigen guten Vorsatz für 2016.

Eine Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt außerdem: Im Jahr 2015 schafften es 47 Prozent der Befragten, ihre Vorsätze länger als vier Monate durchzuhalten. Jeder Zweite hat also aufgegeben. Oder positiv gewendet: Jeder Zweite hat an den neuen Zielen festgehalten!


Zu den häufigsten Vorsätzen zählten laut der DAK-Umfrage: Stress vermeiden oder abbauen, mehr Zeit für die Familie, mehr Bewegung, gesünder ernähren, abnehmen.

Haben Sie also das Bedürfnis, 2016 etwas zu ändern, dann lassen Sie sich nicht beirren. Wichtig: Die Ziele sollten möglichst konkret sein. Das hilft, sie umzusetzen und beizubehalten. Außerdem dürfen Sie die Ziele nicht zu hoch stecken. Lieber sollten Sie "Mini-Vorsätze" machen. Fünf typische Vorsätze, plus Tipps:

1. Mehr Bewegung: Dreimal die Woche Sport treiben ist ideal. Schaffen Sie nicht? Dann fangen Sie klein an. Dreimal wöchentlich ein kleiner Spaziergang á 15 Minuten. Das ist ein Anfang. Konkretes Ziel: "Ich gehe Montag, Mittwoch und Samstag 15 Minuten spazieren" oder "Ich nehme ab sofort immer die Treppe statt der Rolltreppe". Gemeinsam fällt Bewegung oft leichter.

2. Gesünder essen: Wenig Süßes und Fettes, viel Obst und Gemüse, nicht so oft Wurst und Fleisch… Fangen Sie ganz klein an. Schon ein Stück Obst täglich trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Also jeden Tag einen Apfel oder eine Banane mitnehmen. Für die Fleischliebhaber: Einen fleisch- oder wurstfreien Tag pro Woche einlegen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und gibt ein gutes Gefühl.

3. Abnehmen: Ernährungsexperten sagen, dass all die Diäten nicht auf Dauer helfen, abzunehmen. Stecken Sie sich ein kleines Ziel, zum Beispiel "Ich will bis Ende März zwei Kilogramm weniger wiegen". Überprüfen Sie dann Ihre Essgewohnheiten und versuchen Sie, Kleinigkeiten zu ändern, die Ihnen nicht weh tun. Anregungen für verschiedene Ernährungstypen finden Sie hier: Abnehm-Tipps.

4. Mehr Zeit für die Familie: Hier müssen Sie eine ganz persönliche Strategie entwickeln. Vielleicht hilft es, daheim das Geschäftshandy mal für zwei Stunden auszuschalten. Oder auch mal Nein zu etwas oder jemanden zu sagen.

5. Stress vermeiden oder abbauen: Zu hohe Erwartungen an sich selbst, Zeitdruck, Konflikte, kaum Raum für Kreativität in der Arbeit – Stressauslöser gibt es viele. Der erste Schritt dagegen besteht darin, die Ursachen zu erkennen und dann gegen sie anzusteuern. Vielen Menschen fällt es außerdem schwer, abzuschalten. Individuelle Entsprannungstechniken helfen dann. Tipps: Wege zur Gelassenheit.


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