Perfekt aussehen, hundertprozentige Arbeit leisten und die Familie locker managen: Wer zu viel von sich verlangt, ist besonders gefährdet, irgendwann ausgebrannt zu sein
Sei perfekt! Streng Dich an! Mach es allen recht! Menschen, die sich viel von außen diktieren lassen und ständig von einer Art innerer Stimme angetrieben werden, alles möglichst perfekt zu machen, gelten aus Expertensicht als besonders gefährdet für ein Burnout. Schlecht für die Deutschen. Denn laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der Apotheken Umschau ist solcher Zwang zum Perfektionismus unter ihnen weit verbreitet.
Mehr als zwei Drittel der Befragten sind eigenen Angaben zufolge bestrebt, immer alles ganz besonders gut und möglichst perfekt zu machen. 54,8 Prozent der Menschen versuchen außerdem, möglichst alle Dinge in ihrem Leben zu planen und zu kontrollieren. Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass auch das Berufsethos oft hoch ist. Für knapp jeden dritten derzeit berufstätigen Deutschen (31,6 Prozent) ist seine Arbeit der wichtigste Lebensinhalt, fast genauso viele (30,7 Prozent) halten sich außerdem an ihrem Arbeitsplatz für unentbehrlich.
Viele Befragte berichten zudem von Symptomen, die als Anzeichen eines sich anbahnenden Burnouts gelten, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Fast 30 Prozent aller Bundesbürger (27,9 Prozent) denken schon beim Aufwachen an die Probleme, die sie tagsüber erwarten. 22,8 Prozent geben an, sich in letzter Zeit dauernd müde, kraftlos und gereizt zu fühlen. 17,4 Prozent haben als Folge von Stress Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen.
Apotheken Umschau;
20.10.2011, aktualisiert am 23.11.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Goodshot
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