Meeresfische wie Lachs, Makrele, Hering enthalten hochwertiges Fett (Omega-3-Fettsäuren), das Entzündungsvorgänge günstig beeinflussen soll
Die klimatischen Bedingungen am Toten Meer scheinen sich besonders günstig auf die Schuppenflechte auszuwirken, da durch die geographische Lage (unter dem Meeresspiegel) der schädliche UV-B-Anteil der Sonnenstrahlen nachlässt. Dadurch kann die Haut der Sonne länger ausgesetzt werden, ohne mit Sonnenbrand zu reagieren. Solche Klimatherapien werden auch in spezialisierten Kuranstalten angeboten. Zu bedenken ist, dass diese Behandlung keinerlei Langzeitwirkung hat, sodass die Hauterscheinungen nach der Rückkehr nach Hause wieder auftreten, und zwar genauso stark wie vorher.
Ob Stress oder kritische Lebensereignisse ursächlich Psoriasis-Schübe auslösen können, ist bislang zwar immer noch nicht vollständig geklärt. Viele Patienten machen immer wieder solche Erfahrungen. Dennoch oder deswegen können – wie bei jeder anderen chronischen Erkrankung auch – begleitende psychologische Maßnahmen sinnvoll sein. Schließlich stellt die Krankheit selbst eine starke psychologische Belastung für die Betroffenen dar, die oft in einen Teufelskreis führt: Die Patienten fühlen sich durch die Krankheit entstellt und empfinden sie als Bestrafung oder Schwäche. Der dadurch ausgelöste Stress verschlimmert den Hautzustand noch. Depressionen, soziale Isolation, Alkoholmissbrauch oder auch Partnerschaftsprobleme sind daher häufige Begleiterscheinungen dieser Krankheit.
Diät-Tipps für Menschen mit Psoriasis gibt es viele. Das reicht von Kakao, der das Hautbild verbessern soll, bis hin zu glutenfreier Kost, was Schübe verhindern soll. In jüngster Zeit gab es erste, vielversprechende Untersuchungsergebnisse, wonach sich N-3-Omegafettsäuren positiv auf das Immunsystem auswirken können. Diese gesunden Fette sind zum Beispiel vermehrt in Meeresfischen zu finden und nicht nur für Patienten mit Schuppenflechte empfehlenswert. Fakt ist: Eine psoriasis-spezifische Diät gibt es nicht. Gleichwohl ist es gerade für die Betroffenen wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.
Prof. Dr. med. Margitta Worm
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
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13.04.2007, aktualisiert am 03.08.2011
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