Die Symptome der gewöhnlichen Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) sind vor allem Folge eines gutartigen, rasanten, unkontrollierten Wachstums der Oberhaut. Dabei „wandern“ die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) siebenmal schneller an die Hautoberfläche als bei gesunden Menschen. Normalerweise erneuert sich Haut innerhalb von 28 Tagen. Bei Psoriatikern dauert das nur drei bis vier Tage.
Die Folge: Glänzende, silbirg-weiße Schuppen bilden sich auf scharf begrenzten, stark durchbluteten und entzündlich geröteten Hautarealen. Betroffen sind vor allem die Streckseiten von Armen (zum Beispiel Ellbogen) und Beinen (zum Beispiel Schienbeinbereich), die Kopfhaut, aber auch Gesäß, Brust und Rücken, bisweilen auch Augenbrauen, Achselhöhlen, Bauchnabel oder Geschlechtsorgane beziehungsweise der Anus-Bereich (Gesäßfalte). Die betroffenen Stellen jucken zuweilen.
Die Schuppen können oft mit dem Fingernagel abgehoben werden. Nach Angaben des Deutschen Psoriasis Bundes (DPB) sind ungefähr 97 Prozent der Psoriatiker von dieser Form betroffen. Bei schweren Verlaufsformen kann die gesamte Haut von der Schuppenflechte befallen sein.
Die Herde der Schuppenflechte können auch großflächig zusammenwachsen, ähnlich den Umrissen einer Landkarte (Psoriasis geographica). Oder die Herde ähneln - verteilt am ganzen Rumpf - in Ausdehnung und Größe Streichholzköpfen (Psoriasis punctata).
Oft sind zusätzlich auch die Nägel betroffen. Es bilden sich kleine, runde Vertiefungen („Tüpfelnägel“) oder gelblich-bräunliche Verfärbungen („Ölflecke“).
Sonderformen der Schuppenflechte
Eine DPB-Untersuchung besagt, dass von den Psoriatikern mit Hautveränderungen 20 Prozent und mehr auch an Psoriasis-Arthritis erkranken. Hier leiden Betroffene also zusätzlich noch unter Gelenkbeschwerden als Symptom der Erkrankung. Die gängigen Hautveränderungen müssen bei der Psoriasis-Arthritis jedoch nicht immer zusätzlich auftreten.
Meist kommt es zu Schwellungen der kleinen Gelenke der Zehen oder Finger. Die Schwellungen sind schmerzhaft und behindern die Bewegung. Bei einer anderen Verlaufsform sind eher größere Gelenke, wie das Kniegelenk betroffen. Eine dritte Variante bevorzugt die Wirbelsäule.
Tückisch: Die entzündlichen Gelenkschwellungen bereiten lange nur relativ geringe Schmerzen, obwohl die Zerstörung der Gelenke vielleicht schon weit fortgeschritten und damit nicht mehr umkehrbar ist.
Bei dieser Form treten eitrige, keimfreie Pusteln insbesondere an Fußsohlen und Hand-Innenflächen auf. Das Laufen sowie das Arbeiten mit den Händen kann deshalb für Betroffene sehr schmerzhaft sein. Im Extremfall kann auch der ganze Körper betroffen sein. Dann ist die gesamte Haut entzündlich gerötet und von Pusteln übersät. Zusätzlich kommen häufig Fieber, Abgeschlagenheit und ein schweres Krankheitsgefühl hinzu. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes betrifft diese schwere Variante weniger als fünf Prozent aller Psoriasis-Patienten.
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13.09.2005, aktualisiert am 21.01.2011
Bildnachweis: W&B/ Szczesny, W&B/Martina Ibelherr
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