Pimecrolimus beziehungsweise Tacrolimus sind Wirkstoffe zur Unterdrückung der Produktion von Entzündungsbotenstoffen. Diese werden von sogenannten T-Zellen abgegeben, die sich in der Haut von Psoriasis-Patienten in größerer Anzahl finden. Die Botenstoffe bewirken unter anderem, dass sich die Zellen der Oberhaut (Epidermis) ungewöhnlich rasch vermehren.
Grundsätzlich sind diese auch Calcineurin-Hemmer genannten Wirkstoffe zur Behandlung der Psoriasis nicht zugelassen. Allerdings kann die Behandlung mit Kortison im Gesichtsbereich langfristig zu Nebenwirkungen, etwa zu einer Ausdünnung der Haut oder vermehrten Blutäderchen mit Rötung der Haut führen. Daher ist der Einsatz der zuvor genannten neuen Wirkstoffe in Einzelfällen aus medizinischer Sicht sinnvoll. Die Kostenübernahme der Krankenkasse sollte geklärt werden, da diese Medikamente nicht zur Behandlung der Psoriasis zugelassen sind. Im Einzelfall muss geprüft werden, ob die Patienten sich das Medikament verordnen lassen und die Kosten selbst übernehmen.
Prof. Dr. med. Margitta Worm
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surfmed/GesundheitPro; 13.04.2007, aktualisiert am 26.06.2010