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Haut-Haare-Nägel
Schuppenflechte

Ist es möglich, die Grundzüge der Behandlung kurz zu erklären, da man die Möglichkeiten kaum überblickt: örtliche Therapie, Phototherapie, innerlich anzuwendende Therapie, was sonst noch?

Da die Hintergründe der Schuppenflechte (Psoriasis) noch nicht restlos erforscht sind, ist eine ursächliche Behandlung der Krankheit bisher nicht möglich. Im Vordergrund stehen daher die Milderung der Symptome auf der Haut und die Bekämpfung der Entzündung.
Die erste Maßnahme besteht oft darin, die Schuppen abzulösen. Das gelingt mit sogenannten Keratolytika wie Salizylsäure oder Harnstoff. Bei gering ausgeprägter Psoriasis kann eine solche Behandlung schon ausreichend sein. Bei starker Entzündung der Haut können kurzfristig Kortikosteroide (auch Glukokortikoide genannt) eingesetzt werden, andere antientzündlich wirksame lokale Behandlungsformen sind Vitamin D-Derivate (Derivate sind Abkömmlinge) oder Abkömmlinge der Vitamin A-Säure.
Wenn eine Lokalbehandlung nicht ausreichend wirksam ist, können zusätzlich phototherapeutische Maßnahmen eingesetzt werden. Bei der sogenannten PUVA-Therapie wird die Haut, die zuvor mit einem Wirkstoff aus der Gruppe der Psoralene (Methoxypsoralen) sonnenempfindlich gemacht wurde, mit ultraviolettem Licht (UVA) bestrahlt. Der genannte Wirkstoff kann sowohl eingenommen als auch in Form einer Lösung auf die Haut aufgebracht werden. Auch ein Ganzkörper-, Hand- oder Fußbad mit einer Psoralen-Lösung zirka 20 Minuten vor der Bestrahlung ist möglich.
Bringen diese Maßnahmen keine Besserung, stehen für die innerliche Behandlung zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Hierzu gehören Präparate, die das Immunsystem unterdrücken oder neuerdings bestimmte Antikörper, sogenannte Biologics, die spezifische Entzündungsstoffe, die bei der Psoriasis eine wichtige Rolle spielen, gezielt abfangen. Vor dem Einsatz dieser Mittel sollte der Arzt oder die Ärztin durch eine Kontrolle der Blutzucker- und Blutfettwerte ausgeschlossen haben, dass ein sogenanntes metabolisches Syndrom vorliegt.

 

Prof. Dr. med. Margitta Worm

Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/www.apothekenumschau.de; 13.04.2007, aktualisiert am 26.06.2010

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