Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes. Es ist in Deutschland bei Männern die häufigste Krebserkrankung mit mehr als 60.000 neuen Fällen jährlich. Mediziner betonen, wie wichtig es ist, regelmäßig an Untersuchungen zur Früherkennung teilzunehmen, denn im Anfangsstadium verursacht Prostatakrebs keinerlei Beschwerden. Die Therapie hat jedoch dann am meisten Aussicht auf Erfolg, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt wird und er noch auf die Prostata beschränkt ist. Dann kann der Tumor zum Beispiel durch eine Operation noch komplett entfernt werden. Fast alle Männer überleben den Krebs, wenn er so frühzeitig erkannt wird, dass er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist.
Klar vom Prostatakrebs unterschieden werden muss die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (benigne Prostata-Hyperplasie), welche vor allem Probleme beim Wasserlassen verursachen kann, jedoch immer auf die Prostata beschränkt bleibt.
Das mittlere Erkrankungsalter für das Prostatakarzinom liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. bei etwa 69 Jahren. Vor dem 50. Lebensjahr ist der Krebs der Vorsteherdrüse selten. Sollte Prostatakrebs beim Vater, Onkel oder Großvater in frühen Lebensjahren aufgetreten sein, muss die Vorsorge schon viel früher einsetzen, zum Beispiel bereits mit 35.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Jörg Neisel
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