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Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Der Krebs der Vorsteherdrüse tritt vor allem in höherem Alter auf. Mehr Informationen zur Häufigkeit von Prostatakrebs, seinen Symptomen, zur Früherkennung und zur Behandlung


Die Vorsteherdrüse (rot eingekreist) liegt unterhalb der Harnblase

Was ist ein Prostatakarzinom?

Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes. Es ist in Deutschland bei Männern die häufigste Krebserkrankung mit mehr als 60.000 neuen Fällen jährlich. Mediziner betonen, wie wichtig es ist, regelmäßig an Untersuchungen zur Früherkennung teilzunehmen (empfohlen wird der Beginn mit 40 Jahren), denn im Anfangsstadium verursacht Prostatakrebs keinerlei Beschwerden.

Die Therapie hat jedoch dann am meisten Aussicht auf Erfolg, wenn der Krebs frühzeitig entdeckt wird und er noch auf die Prostata beschränkt ist. Dann kann der Tumor  zum Beispiel durch eine Operation noch komplett entfernt werden.



Beratender Experte: Professor Dr. med. Christian Stief, Facharzt für Urologie

Fast alle Männer überleben den Krebs, wenn er so frühzeitig erkannt wird, dass er noch auf die Vorsteherdrüse beschränkt ist.

Klar vom Prostatakrebs unterschieden werden muss die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (benigne Prostata-Hyperplasie, BPH), welche vor allem Probleme beim Wasserlassen verursachen kann, jedoch immer auf die Prostata beschränkt bleibt.

 



Beratender Experte: PD Dr. Alexander Roosen, Facharzt für Urologie

Das mittlere Erkrankungsalter für das Prostatakarzinom liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. bei etwa 69 Jahren. Vor dem 50. Lebensjahr ist der Krebs der Vorsteherdrüse selten. Sollte Prostatakrebs beim Vater, Onkel oder Großvater in frühen Lebensjahren aufgetreten sein, muss die Vorsorge schon viel früher einsetzen, zum Beispiel bereits mit 35.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Privat, W&B/Jörg Neisel
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Experten-Sprechstunde mit Professor Rassweiler und Dr. Hruza

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Wie hoch ist das erbliche Risiko für Prostatakrebs?

Dass Männer, in deren Familie nähere männliche Verwandte an Prostatakrebs erkrankt sind, häufiger als andere ebenfalls an dieser Krebsart erkranken, wird seit langem beobachtet. Erst vor relativ kurzer Zeit konnte nachgewiesen werden, dass bei Männern mit einer Strukturveränderung (Mutation) im sogenannten BRCA-2-Gen, welche bei Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden ist, das Risiko steigt, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Dazu zählen neben dem Prostatakarzinom auch Brustkrebs sowie Knochen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hinsichtlich des Prostatakrebses sprechen einige Studien von einem etwa 2,5-fach erhöhten Risiko im Vergleich zu Männern, die keine Mutation des BRCA-2 haben. Die Forschung steht hier aber noch ganz am Anfang; in der täglichen klinisch-urologischen Praxis hat BRCA-2 noch keine Bedeutung.

 

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Ist auch der PSA-Schnelltest zur Früherkennung sinnvoll?

Aus ärztlicher Sicht ist die Durchführung eines PSA-Schnelltests zu Hause nicht ratsam. Der Schnelltest bietet keine ausreichend hohe Sicherheit und kann den Besuch beim Urologen daher nicht ersetzen. Eine hohe Sensitivität (Empfindlichkeit) hinsichtlich Prostatakrebs hat nur der vom Urologen durchgeführte PSA-Test, der vom Arzt im Zusammenhang mit der rektalen Tastuntersuchung und anderen Untersuchungsbefunden (zum Beispiel Hinweise auf gutartige Prostatavergrößerung oder Prostataentzündung) sowie dem Alter des Patienten interpretiert wird. Ein in Eigenregie durchgeführter PSA-Schnelltest kann den Anwender in falscher Sicherheit wiegen oder auch unbegründete Ängste wecken.

 

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Wann ist Prostatakrebs heilbar?

Prostatakrebs ist heilbar, wenn er in einem örtlich (lokal) begrenzten Stadium behandelt wird (klinisches Stadium T1 oder T2, das heißt, wenn es sich um Tumore handelt, die innerhalb der Prostatakapsel liegen). Es darf keine Metastasierung in Lymphknoten, Knochen oder anderen entfernten Organen des Körpers bestehen. Auch bei Tumoren, die schon die Kapsel durchbrochen haben (Stadium T3 und T4), kann noch eine Heilung erzielt werden, die Chancen sind aber deutlich schlechter als bei T1 und T2.
Der Gleason-Score ist eine Skala zur Einschätzung der Bösartigkeit des Tumors in der Prostata. Er wird durch Untersuchung von Proben aus dem Tumor, die mittels Stanzbiopsie gewonnen werden, ermittelt, und hat einen Zahlenwert zwischen 2 und 10. Bei Gleason 2 bis 6 zum Beispiel ist die Prognose des bösartigen Prostatatumors sehr günstig.

Die Therapie der Wahl nach heutigem Stand der Forschung ist die radikale Entfernung von Prostata und Samenblasen. Sie kann über einen Schnitt vorne oberhalb des Schambeins (retropubisch) oder im Dammbereich (perineal) erfolgen. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich die laparoskopische radikale Prostatektomie (Laparoskopie bedeutet Bauchspiegelung), die ebenso gute Ergebnisse wie die offenen chirurgischen Verfahren bringt, aber Vorteile wie kleine Schnitte (für den Patienten) und eine Kamerasicht mit Vergrößerung (für den Operateur) bietet.

Immer mehr Kliniken bieten die Roboter-assistierte laparoskopische radikale Prostatektomie an. Bei dem System mit dem klangvollen Namen „Da Vinci“ handelt es sich jedoch nicht um einen Roboter, der selbständig am Patienten operieren kann. Vielmehr sitzt ein erfahrener Urologe an einer Bedienungskonsole im Operationssaal und steuert mit seinen beiden Händen die Bewegungen der beiden Roboterarme, die am OP-Tisch die Instrumente führen. Ein zweiter erfahrener Operateur steht steril am OP-Tisch, um zu assistieren und im Notfall eingreifen zu können. Der „Roboter“ hat den Vorteil, dass seine Instrumente im Körper des Patienten besser zu führen und beweglicher sind, so dass komplexe Operationen leichter durchgeführt werden können als mit der klassischen Laparoskopie. Außerdem verfügt das System über ein spezielles Kamerasystem mit zwei Linsen, das dem Operateur eine optimale dreidimensionale Sicht auf das OP-Feld bietet.

Ob die Roboter-unterstützte laparoskopische Chirurgie in Bezug auf die funktionellen Ergebnisse (Kontinenz, Potenz) und die Langzeitergebnisse (zum Beispiel in Bezug auf das Wiederauftreten des Krebses Jahre nach der Operation) Vorteile bietet, wird sich erst in der Zukunft zeigen.


Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza


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Was bringt bei Prostatakrebs die Bestrahlung von innen?

Kann die örtliche, niedrig dosierte Dauerbestrahlung von innen bei einem noch günstigen Stadium des Krebses als minimalinvasive Methode Heilung bringen? Wäre hochintensiv gebündelter Ultraschall, über den Enddarm an die Prostata herangebracht, eine Alternative?

Die Brachytherapie (Dauerbestrahlung der Prostata von innen) kann bei niedrigen Prostatakrebs-Stadien eingesetzt werden und Heilung bringen. Es ist jedoch nicht erwiesen, dass sie der Totalentfernung der Prostata überlegen ist, weswegen diese Methode nicht generell empfohlen werden kann. Zu den anderen genannten Verfahren – Ultraschalltherapie und Vereisung – fehlen bisher ausreichende Kurz- und Langzeitergebnisse von größeren Patientengruppen.

 

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza


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Wann hilft eine Hormon- oder Chemotherapie gegen Prostatakrebs?

Fortgeschrittener, nicht mehr kurativ behandelbarer Prostatakrebs – also der Prostatakrebs, der schon so weit fortgeschritten ist, dass er nicht mehr durch eine Totalentfernung der Prostata heilbar ist –, stellt auch heute noch ein therapeutisches Problem dar. Meist werden die betroffenen Patienten mit einer antihormonellen Therapie behandelt: Die komplette medikamentöse Androgenblockade (Androgene ist der Oberbegriff für die Sexualhormone des Mannes) bewirkt das Absinken des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auf Kastrationsniveau. Da Prostatakrebs in vielen Fällen testosteronabhängig wächst, kann diese Therapie das Fortschreiten der Erkrankung oft bremsen.

Bei nicht hormonabhängigen Prostatakrebsarten greift die Hormontherapie jedoch nicht. Besonders in solchen Situationen hat die Chemotherapie mittlerweile einen hohen Stellenwert erreicht.

 

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza

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Hilft eine gesunde Ernährung Prostatakrebs vorzubeugen?

Die Ernährung sollte grundsätzlich ausgewogen, fettarm und reich an Ballaststoffen sein. Gemüse, zum Beispiel Tomaten, und Obst wird eine gewisse schützende Wirkung in Bezug auf Prostatakrebs unterstellt.

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza


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Unsere Experten

Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Facharzt für Urologie und spezielle operative Urologie, medikamentöse Tumortherapie und Andrologie ist Chefarzt der Urologischen Klinik der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH.

Dr. med. Marcel Hruza ist Assistenzarzt an derselben Klinik.


Prostatakrebs: Ein Betroffener erzählt

Bernhard Holst hatte Prostatakrebs und ist heute in einer Selbsthilfegruppe aktiv

Bernhard Holst muss aufpassen, dass er nicht über die Jacken, Schuhe, Regenschirme im Eingang stolpert. Aber ein Mann, der seinen Krebs besiegt hat, nimmt den bunten Haufen mit Humor: „Man darf sich von solchen Dingen nicht stressen lassen. Man muss gucken, was wirklich zählt im Leben“, sagt der 67-Jährige aus Eching bei Landshut. Mit seiner Frau, seiner Tochter und seinen zwei Enkelkindern bewohnt Holst ein Haus mit Garten – und genießt das Leben um ihn herum.

Denn das Leben ist es, was wirklich zählt. Das hat Holst im Oktober 2007 am eigenen Leib erfahren. Beim jährlichen Routinecheck stellt sein Internist einen erhöhten PSA-Wert fest. PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen – ein Indiz für Prostatakrebs. Das Ergebnis trifft Holst völlig unerwartet: „Ich war in meinem Leben noch nie krank. Habe keinen einzigen Tag bei der Arbeit gefehlt“, erinnert sich der ehemalige Geschäftsführer eines Münchner Textilhauses.

Dabei ist Holst ein Vorzeigemann in Punkto Vorsorge. Er weiß, dass Untersuchungen zu versäumen Leben kosten kann. Sein Bruder erlitt mit 69 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt. Seine Mutter ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Daher ist er gewarnt. „Es gibt viele Krankheiten, aber nur EINE Gesundheit“, sagt er gerne. Und geht zum Beispiel einmal im Jahr zur Blutuntersuchung, außerdem zum Check beim Urologen und Kardiologen. Auch Darm, Nieren, Augen, Haut und die Schilddrüse lässt er regelmäßig kontrollieren – teilweise auf eigene Rechnung. Vorbildlich, die meisten Männer sind Vorsorgemuffel, nur ein Fünftel lässt sich regelmäßig durchchecken. Bei den Frauen sind es knapp 50 Prozent. „Frauen, schleppt eure Männer zum Arzt!“, fordert Holst. „Vorsorge heißt Vorbeugen!“

Jetzt also der erhöhte PSA-Wert. Ein paar Tage später folgt die Gewebeprobe beim Urologen – in der Fachsprache Biopsie genannt. 16 Prostata-Proben nimmt der Arzt. „Unter Vollnarkose – ich bin ja ein Schisser“, zwinkert Holst. Ein positives Ergebnis ist der sichere Beweis für Prostatakrebs. 14 Tage später besteht auch bei Holst kein Zweifel mehr: Er hat Krebs.

„Ich bin nach Hause gefahren und habe mir einen doppelten Cognac eingeschenkt“, erinnert er sich. „Das ist eine unfassbare Situation. Du weißt nicht, wie es weitergeht.“ Warum gerade ich? Muss ich sterben? Holst gehen tausend Fragen durch den Kopf, auf die es keine Antwort gibt. Doch eines ist dem Familienmenschen sofort klar: Er wird kämpfen! „Ich will meine Enkel aufwachsen sehen!“ Die Unterstützung seiner Frau gibt ihm Kraft. Die beiden reden mit den Ärzten, recherchieren im Internet und es bestätigt sich: Prostatakrebs muss kein Todesurteil bedeuten.

Holst besorgt sich seinen Arztbericht und schickt ihn per Email an verschiedene Professoren. „Alles Spezialisten auf dem Gebiet der Prostata“, erzählt er. Der einstimmige Rat der Experten: Operation, vollständige Entfernung der Prostata. Holst entschließt sich zur OP. „Ich hätte auch abwarten können, wie sich der Krebs entwickelt. Aber das stand für mich nie zur Debatte“, sagt er. Die psychische Belastung, mit einem wachsenden Tumor zu leben, wollte er nicht auf sich nehmen.

Am 10. Dezember 2007 fährt der damals 62-Jährige ins Klinikum Landshut. Er hat ein mulmiges Gefühl, es ist sein erster Krankenhausaufenthalt. Nach dreieinhalb Stunden erwacht er aus der Narkose. Ohne Prostata. Die Ärzte haben das Organ samt Tumor mit ein paar kleinen Schnitten entfernt, minimalinvasiv. „Hurra, ich lebe!“ ist Holst’ erster Gedanke. Knapp zwei Wochen später, am 21. Dezember, darf er endlich nach Hause. „Das Weihnachtsfest mit der Familie war das schönste Geschenk!“

Doch das Leben nach der OP ist nicht nur Geschenk, sondern auch harte Arbeit: Beckenbodengymnastik steht auf dem Programm. Das Training hilft Prostatakrebspatienten nach der OP, wieder kontinent zu werden. „Das konsequente Üben zahlt sich aus. Und auch mit der Potenz ist soweit wieder alles in Ordnung“, berichtet er. Inkontinenz und Impotenz –  die Angst vor dem beiden großen „I's“ infolge einer Prostataoperation haben viele Männer. Aber die Chancen stehen gut, dass danach alles wieder „funktioniert“.

Seit der OP geht Holst viermal im Jahr zur Nachsorge. Alles ist okay – Gott sei Dank. Trotzdem hat die Krankheit sein Leben verändert. Inzwischen ist er zweiter Vorsitzender der Prostata-Selbsthilfegruppe Landshut, hält regelmäßig Vorträge. Sein Hauptziel: Männern ihre Angst vor Vorsorgeuntersuchungen zu nehmen. Einmal im Jahr zum „Männerarzt“ zu gehen, reiche nicht aus – auch die anderen Vorsorgeangebote seien wichtig. Jedes Jahr erkranken mehr als 60.000 Männer in Deutschland an Prostatakrebs, 12.000 sterben. Bei rechtzeitiger Vorsorge könnten viele noch leben. Denn: Vorsorge bedeutet nicht nur Vorbeugung, sondern auch Früherkennung. Und die verbessert oft die Heilungschancen.

Holst würde alles wieder genauso machen: Die Operation, der offene Umgang mit der Krankheit in der Familie, der Beitritt zur Selbsthilfegruppe. Alle Männer, die sich dort treffen, haben dasselbe Schicksal – und doch völlig unterschiedliche Krankheitsgeschichten. Der eine will abwarten, ob eine OP notwendig wird. Der andere kann seinen Tumor gar nicht schnell genug loswerden. Angst vor den beiden großen „I's“ haben sie alle. „Wir helfen, beraten und geben Halt. Auch die Ehefrauen sind willkommen“, erzählt Holst.

Er weiß, dass er Glück gehabt hat. Durch die frühe Diagnose hat er den Krebs besiegt. Hoffentlich für immer. Was er uns rät? „Seien Sie mit Ihrem Körper nicht nachlässiger als mit ihrem Auto! Das kommt auch alle zwei Jahre zum TÜV.“ Bewusst leben, gelassen bleiben, gesund essen, sich bewegen – auch Holst hat durch die Krankheit dazugelernt. „Die meisten Männer wissen, wie viel PS ihr Auto hat, aber den PSA-Wert kennen die wenigsten.“


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 14.04.2014
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Privat, W&B/Jörg Neisel

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