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Prostataentzündung (Prostatitis)
Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Art der Prostataentzündung. Zum Beispiel können Antibiotika angebracht sein


Infusion: Bei einer akuten Prostataentzündung werden die Antibiotika zu Beginn über die Vene verabreicht

Wie eine Prostataentzündung behandelt wird, hängt von der Ursache ab. Von Bakterien ausgelöste Prostataentzündungen werden mit Antibiotika therapiert. Diese töten die Keime ab oder verhindern, dass sich die Erreger weiter vermehren. Der Wirkstoff wird abhängig von der Bakterienart und der Wirksamkeit in der Vorsteherdrüse ausgewählt. Bei der akuten bakteriellen Prostatitis erfolgt üblicherweise eine Antibiotika-Behandlung – zu Beginn über die Vene stationär im Krankenhaus.

Bei der chronischen Prostatitis beziehungsweise beim chronischen Beckenschmerzsyndrom helfen auch entzündunghemmende Mittel, welche die Schmerzen lindern können. Alphablocker wirken in einigen Fällen unterstützend, ebenso pflanzliche Mittel (Phytopharmaka). Bei chronischen Prostataentzündungen sind warme Kleidung und warme Sitzbäder zu empfehlen, um Schmerzen durch Verspannungen zu lindern. Entspannungsmethoden können das Schmerzempfinden günstig beeinflussen. In bis zur Hälfte der Fälle geht ein Beckenschmerzsyndrom mit depressiven Verstimmungen einher. In diesem Fall kann eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein. Auch sexuelle Probleme, die mit Erektionsstörung und Schmerzen bei der Ejakulation einhergehen und auch zu einem vorzeitigen Samenerguss führen können, sollten angesprochen und gegebenenfalls behandelt werden.


Eine Antbiotika-Therapie scheint auch bei vielen Männern mit chronischer Prostatitis / chronischem Beckenschmerzsyndrom ohne nachgewiesene Infektion zu wirken. Dies beruht auf der sogenannten Scheinwirkung (Placeboeffekt), die bei etwa 30 Prozent aller Männer, die bei einer Prostatitis mit Antibiotika behandelt werden, auftritt. Der Effekt hält jedoch nicht an und die Bakterien, die normalerweise den menschlichen Körper besiedeln können unempfindlich gegen die verwendeten Antibiotika werden. Daher sollte ohne einen entsprechenden Infektionsnachweis keine Antibiotika-Behandlung stattfinden.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 28.07.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Uwe Jahn

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