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Prostataentzüdung (Prostatitis)
Diagnose

Mehrere Untersuchungsverfahren sind geeignet, um eine Prostataentzündung nachzuweisen


Ausführliches Gespräch: Die Anamnese und ein spezieller Fragebogen können dem Arzt beim Verdacht auf eine chronische Prostataentzündung weiterhelfen

Um eine Prostataentzündung festzustellen, erkundigt sich der Arzt zunächst genau nach den Beschwerden (Anamnese). Die Diagnose einer akuten Prostataentzündung mit Fieber und Schüttelfrost ist normalerweise kein Problem. Um eine chronische Prostatitis oder ein chronisches Beckenschmerzsyndrom festzustellen, ist ein weltweit standardisierter und auch für Deutschland geltender Fragebogen zum Prostatitis Schmerzsymptom gebräuchlich (siehe Link unter dem Text).

Anschließend untersucht der Arzt die Prostata. Durch Abtasten über den Enddarm kann er die Größe und Beschaffenheit der Vorsteherdrüse ertasten. Meist ist die Prostata bei einer Entzündung leicht geschwollen, zum Teil auch bei der Untersuchung schmerzhaft. Bei der Ultraschalluntersuchung, die häufig von After aus durchgeführt wird, lässt sich insbesondere die Größe der Vorsteherdrüse erkennen und Einschmelzungsherde (Abzesse) können festgestellt werden.


Bei einer Prostataentzündung ist der Harnfluss in etwa der Hälfte der Fälle verringert. Daher wird eine Messung des Urinflusses durchgeführt. Dabei misst der Urologe die Menge an ausgeschiedenem Urin im zeitlichen Verlauf sowie den maximalen Harnfluss. Üblicherweise sind weiterführende Untersuchungen wie eine Blasen- oder Harnröhrenspiegelung nicht notwendig.

Bei Verdacht auf eine Harnröhrenenge spritzt der Urologe Kontrastmittel in die Harnröhre. Bei der anschließenden Röntgenuntersuchung (Urethrografie) kann er den Verlauf und die Weite der Harnröhre erkennen.

Entscheidend für die Diagnose ist, ob eine Infektion beziehungsweise eine Entzündung besteht. Um dies herzauszufinden, wird eine vergleichende Untersuchungen von Urin vor und nach einer Massage der Prostata mit Gewinnung von Prostatsekret und einer Gewinnung von Ejakulat (Sperma) durchgeführt. Das dazu übliche Verfahren wird auch als 3- oder 4-Gläserprobe bezeichnet. Damit und mit der Untersuchung des Spermas lassen sich Bakterien und Entzündungszellen nachweisen, so dass zwischen infektiöser, entzündlicher und nicht-entzündlicher Prostatitis / Beckenschmerzsyndrom unterschieden werden kann. Sind Bakterien im Probenmaterial zu finden, wird eine Bakterienkultur angelegt. Damit lässt sich ermitteln, welches Antibiotikum zur Behandlung der Prostataentzündung geeignet ist.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 28.07.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Creatas, Panthermedia/Juri Arcurs

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