Nicht wenige Männer schämen sich, ihrem Arzt – in dem Fall ein Urologe – über derartige Probleme zu berichten. Aber in den letzten Jahren hat das starke Geschlecht Mut gefasst. Immer mehr deutsche Männer sind sich bewusst, dass sie eine Prostata besitzen. Sie wissen, welche Probleme die Vorsteherdrüse unter der Blase verursachen kann – und tun etwas dagegen. Das ist auch gut so, denn ein verschlepptes Prostataleiden kann gefährlich werden:
- Verbleibender Urin in der Blase ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die sich dort ungehindert vermehren.
- Restharn begünstigt auch die Entstehung von Blasensteinen.
- Bei einer totalen Harnsperre überdehnt sich die Blase. Die Schwellung verursacht starke Schmerzen. Sie beeinträchtigt auch die Funktion der Nieren und kann zu dauerhaften Schäden führen.
- Prostatakrebs führt unbehandelt oft zum Tod.
Manchmal schlagen Urologen aber gerade bei Prostatakrebs auch vor, gar nichts zu unternehmen. Dann nämlich, wenn sich der Tumor noch im Frühstadium befindet und nur langsam wächst, der Patient schon älter ist und zum Beispiel an einer Herz-Kreislauf- Erkrankung leidet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Mann an einem Infarkt stirbt, ist mitunter wesentlich höher, als dass ihm eine wuchernde Prostata im Lauf der Jahre noch Beschwerden verursachen würde. Das heißt jedoch nicht, der Veränderung in der Vorsteherdrüsse keine Beachtung mehr zu schenken. Eine regelmäßige Kontrolle sollte auch hier erfolgen – wie immer, wenn der Verdacht besteht, dass mit der Prostata etwas
nicht stimmt.