Der Nationale Ethikrat hat sich mit einer Mehrheit von 25 zu 14 Stimmen dafür ausgesprochen,den Import menschlicher embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken unter strengen Auflagen zuzulassen. Die Stellungnahme dient als Grundlage für die Bundestags-Entscheidung über den Stammzellen-Import, die für Ende Januar erwartet wird.
Bedeutung hat diese Entscheidung zunächst vor allem für ein Bonner Forschungsprojekt, das embryonale Stammzellen aus Israel importieren will. Privatdozent Dr. Oliver Brüstle zur Entscheidung des Ethikrates:
„Wir begrüßen die Mehrheitsmeinung im Nationalen Ethikrat, die Forschung mit humanen Embryonalen Stammzellen unter streng kontrollierten Auflagen zuzulassen. Dieses Forschungsgebiet besitzt ein großes medizinisches Potenzial; das haben die Mitglieder des Nationalen Ethikrats durch ihr Votum anerkannt. Im Ausland ist die Forschung mit embryonalen Stammzellen des Menschen bereits in rasanter Entwicklung begriffen. Jetzt ist entscheidend, dass der Debatte in Deutschland rasch verbindliche Entscheidungen zur Forschungsförderung folgen. Das Anlaufen einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft würde es deutschen Wissenschaftlern dann endlich ermöglichen, an der Entwicklung dieser Schlüsseltechnologie in einem internationalen Kontext teilzunehmen.“
idw
idw; 05.08.2005, aktualisiert am 28.06.2010
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