Pfeiffersches Drüsenfieber: Diagnose

Da die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers oft denen einer Erkältung ähneln, wird die Virusinfektion häufig gar nicht oder erst spät diagnostiziert
aktualisiert am 24.08.2016

Im Blut lassen sich Antikörper gegen EBV nachweisen

Dynamic Graphics/John Foxx

Bevor ein Arzt die Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber stellen kann, muss er andere Erkrankungen ausschließen, die sich mit ähnlichen Symptomen äußern. Entzündete Mandeln weisen zum Beispiel auch auf eine gewöhnliche bakterielle Mandelentzündung hin. Deshalb ist eine genaue Untersuchung nötig.

Charakteristische Veränderungen des Blutbilds liefern eindeutige Hinweise für eine Infektion mit dem Epstein-Barr Virus. Die Infektion geht mit einer auffälligen Erhöhung der Lymphozytenzahl (Lymphozytose) einher. Die Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr.

EBV-Schnelltest auf Antikörper

In einem EBV-Schnelltest lassen sich bestimmte Antikörper gegen das Virus im Blut nachweisen. Zu Beginn der Infektion treten IgM-Antikörper (Immunglobulin M) auf, später IgG-Antikörper (Immunglobulin G). Oft sind auch die Leberwerte erhöht.

Erst nach mehreren Wochen erscheinen Antikörper gegen die sogenannten nukleären Antigene (EBNA-, Epstein-Barr Nuclear Antigen-IgG). Wird in der Blut-Untersuchung EBNA-IgG nachgewiesen, kann der Arzt eine frische Infektion mit dem Epstein-Barr Virus ausschließen. Denn diese Antikörper treten erst einige Wochen bis Monate nach einer Erstinfektion auf.


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