Für Hildegard Knef sollte es rote Rosen regnen. Wann? Das war der Sängerin ganz egal. Wir Nicht-Hildegards sind da etwas präziser. Zwar begnügen wir uns mit einem einzigen Tag, dafür aber jedes Jahr aufs Neue – am 14. Februar, den Valentinstag. Dieses Datum ist allen Liebenden, Verehrenden und Schmachtenden gewidmet. Traditionell verwöhnen Männer an diesem Datum die Dame ihres Herzens mit Blumen oder Pralinen. Das erfreut das Mädchenherz und den Floristen um die Ecke.
Den netten Brauch haben übrigens die Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland eingeführt. Historisch gesehen holt sich der Valentinstag seine Daseinsberechtigung durch den heiligen Valentin. Das war – der Sage nach – der Bischof von Terni, der im Jahr 269 in Rom einen Märtyrertod starb. Ein Ereignis, dessen man nun immer wieder am 14. Februar gedenkt.
Es ist aber schwer bis unmöglich, einen direkten und zuverlässigen Zusammenhang zwischen diesem Mann der Kirche und den Liebenden unserer Zeit herzustellen. Aber seit wann sind denn Liebesdinge logisch und leicht verständlich? Freuen wir uns doch einfach über den rosaroten Tag gedenken auch diesem Sonntag wieder voller Zuneigung des heiligen Valentins.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
12.02.2010, aktualisiert am 14.02.2012
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