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Männerschweiß
macht Frauen glücklich

Nehmen Sie es locker, wenn Ihr Partner mal wieder das Deo vergessen hat: sein Schweiß wirkt als Stressbremse

Männlicher Duft hat erstaunliche Wirkungen: Dass es Stoffe unter der männlichen Achsel gibt, die Frauen unwiderstehlich finden, ist bekannt: so genannte Pheromone, die mit dem Schweiß abgegeben werden, dienen als sexueller Lockstoff.

Jetzt haben Forscher eine neue Entdeckung gemacht: Männerschweiß macht Frauen auch gute Laune, löst körperliche Anspannung und fördert die Entspannung. Außerdem scheint auch der weibliche Hormonspiegel darauf zu reagieren. Zu diesem Ergebnis kamen Biologen der Universität von Pennsylvania.

Test-Tupfen direkt unter der Nase
Die Wissenschaftler tupften 18 Frauen im Alter zwischen 25 und 45 Jahre Schweißextrakte von Männern auf die Oberlippe, die vier Wochen lang kein Deo mehr benutzt hatten und sich nur mit parfumfreier Seife waschen durften. Dass es sich um Schweißextrakte handelt, wussten die experimentierfreudigen Damen nicht. Sie glaubten, an Tests zu Alkohol, Parfüm oder Bohnerwachs teilzunehmen. Im Verlauf der folgenden sechs Stunden sollten die Frauen ihre Stimmung auf einer festen Skala einstufen.

Das Ergebnis: Die Testpersonen fühlten sich offenbar weniger angespannt. Auch physiologisch tat sich Messbares: Bluttests zeigten nach Auftragen der Abstriche gestiegende Konzentrationen an luteinisierendem Hormon, kurz LH genannt. LH ist an der Steuerung des Menstruationszyklus beteiligt und wird von der Hirnanhangsdrüse typischerweise kurz vor dem Eisprung verstärkt gebildet. „Dass Pheromone den Menstruationszyklus beeinflussen können, ist bereits seit längerem bekannt“, bestätigt Georg Preti, einer der beiden Autoren der Studie. Allerdings kannte man die Wirkung nur von weiblichen Pheromonen auf andere Frauen. „ Die jetzigen Ergebnisse sind die ersten, die den Einfluss männlicher Pheromone auf die Stimmung und den Hormonhaushalt von Frauen aufzeigen.“

Anstoß für neue Arzneimittel?
Die Forscher wollen nun herausfinden, welche der vielen Einzelkomponenten im männlichen Schweiß für die Wirkung verantwortlich ist und ob auch weibliche Pheromone eine ähnliche Wirkung auf Männer haben. Sie versprechen sich von den Ergebnissen neue Arzneimittel-Entwicklungen, z.B. zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms oder natürliche Präparate zur Entspannung.


Universität von Pennsilvania/GesundheitPro



Universität von Pennsilvania/GesundheitPro; 05.08.2005, aktualisiert am 28.06.2010
Bildnachweis: Foto: PhotoDisc

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