Noroviren sind weltweit verbreitet – und wahre Überlebenskünstler: Sie halten sich auf Gegenständen wie Handtüchern, Türklinken, Treppengeländern, Wasserhähnen oder Toilettensitzen. In Lebensmitteln können sie – auch gekühlt oder sauer eingelegt - gut überdauern. Selbst Hitze lässt die winzigen Krankmacher weitgehend unbeeindruckt: So überstehen sie Temperaturen bis +60 Grad Celsius für mehrere Minuten.
Kranke scheiden die Erreger in großer Zahl mit dem Erbrochenen und über den Stuhl aus. Auch wenn sich die Symptome wieder gelegt haben, besteht noch mindestens zwei Tage lang Ansteckungsgefahr. Im Stuhl bleiben die Viren bis zu zwei Wochen nach der Infektion nachweisbar, in manchen Fällen sogar länger.
Schon weniger als 10 Noroviren können krank machen. Meistens schnappt man die Erreger beim direkten Kontakt von Mensch zu Mensch auf, etwa beim Händeschütteln. Auch über verunreinigte Gegenstände (insbesondere häufig berührte Kontaktflächen wie Türdrücker etc.) oder Speisen wandern die Erreger zu ihrem nächsten Opfer. Kurze Distanzen können sie auf dem „Luftweg“ überbrücken – eingeschlossen in winzige Tröpfchen, die beim Erbrechen in die Umgebung gelangen.
Immun nach dem Leiden? Von wegen! Eine Norovirusinfektion führt nicht zu einer relevanten Immunität. Wer die Erkrankung überstanden hat, kann sich durchaus erneut anstecken. Ähnlich wie Grippeerreger sind Noroviren äußerst wandlungsfähig. Es gibt sie in zahlreichen Varianten. Nach einem einzigen Kontakt hat unser Immunsystem noch keinen ausreichenden Schutz vor den Erregern aufgebaut.
In den Wintermonaten häufen sich erfahrungsgemäß die Norovirus-Infektionen. Insgesamt gehen 30 bis 50 Prozent aller viralen Durchfallerkrankungen auf ihr Konto.
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16.05.2008, aktualisiert am 21.01.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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