Bei regelmäßigem Tabakkonsum können schon frühzeitig erste körperliche Symptome auftreten, zum Beispiel:
• Leistungsschwäche
• Erhöhte Infektanfälligkeit
• Kurzatmigkeit
• Raucherhusten, der durch schleimigen Auswurf gekennzeichnet ist
• Brustenge (Angina pectoris)
• Kalte Hände und Füße wegen mangelnder Durchblutung
Gefährliche Folgekrankheiten
Zahlreiche Krankheiten sind auf übermäßigen Tabakkonsum zurückzuführen.
Nikotin verengt als ein starkes Gefäßgift die Blutgefäße, erhöht das Risiko für eine Arteriosklerose ("Arterienverkalkung") und kann erhebliche Durchblutungsstörungen im Körper verursachen. Bei starken Rauchern kann dies bis zum sogenannten Raucherbein führen. Daneben steigt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall (Apoplex) an.
Die Teerstoffe, die beim Rauchen in die Lunge gelangen, schädigen das Flimmerepithel der Bronchialschleimhaut. Die Flimmerhärchen befördern normalerweise Fremdkörper wie Staub, aber auch die Teerpartikel im Rauch, wieder aus der Lunge heraus. Funktionieren die Flimmerhärchen nicht mehr richtig, versucht der Körper durch Husten die reizenden Teerstoffe loszuwerden. Zudem verschleimen die Atemwege zunehmend. Dieser „Raucherhusten“ führt häufig zu einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD).
Langjährige Raucher können eine sogenannte Blählunge (Lungenemphysem) entwickeln. Kleinste Anstrengungen lösen Atemnot aus. Eine der schlimmsten Folgen des Rauchens ist Lungenkrebs.
Rauchen und Schwangerschaft
Rauchen werdende Mütter während der Schwangerschaft, können sie ihr ungeborenes Kind schädigen. Die Frühgeburtsrate liegt bei rauchenden Müttern um 30 Prozent höher als bei Nichtraucherinnen. Die Neugeborenen haben ein geringeres Geburtsgewicht und etwa ein Drittel von ihnen behält dauerhaft körperliche oder geistige Schäden.
Entzugssymptome
Hört ein Nikotinabhängiger mit dem Rauchen auf, treten innerhalb weniger Stunden nach der letzten Zigarette Entzugssymptome auf. Während der ersten zwei Tage erreichen sie ihren Höhepunkt. Die meisten Symptome dauern einige Wochen an, sind aber oft nach wenigen Tagen deutlich abgeschwächt.
Die Entzugserscheinungen fallen individuell höchst unterschiedlich aus. Dazu gehören:
• Depressive Stimmung
• Schlafstörungen
• Reizbarkeit, Nervosität oder Aggressivität
• Unruhe oder Besorgnis
• Verminderte Konzentrationsfähigkeit
• Verlangsamter Puls
• Gesteigerter Appetit
• Mögliche Gewichtszunahme
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20.05.2009, aktualisiert am 04.11.2011
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