Charakteristisch sind krampfartige Schmerzen, die in Rücken oder Unterbauch ausstrahlen können
In vielen Fällen sind Nierenkristalle so klein, dass sie von allein mit dem Urin ausgeschieden werden. Sie machen sich dann manchmal nur durch einen stechenden Schmerz beim Wasserlassen bemerkbar. Unangenehm wird es jedoch, wenn sich die Steine langsam durch den Harnleiter in Richtung Harnblase bewegen und auf Grund ihrer Größe an Engstellen im Harnleiter stecken bleiben.
Eine Nierenkolik (Kolik = krampfartige Schmerzen) macht sich durch starke, stechende und wellenförmig auftretende Schmerzen bemerkbar, die meist an den Flanken beginnen und in den Rücken oder in den Unterbauch ausstrahlen. Hinzu kommen oft Übelkeit und Erbrechen. Da die abgehenden Steine die Schleimhaut der Harnwege reizen, kann Blut in den Urin gelangen.
Komplikationen: Da ein im Harnleiter festsitzender Nierenstein das Abfließen des Urins behindert, staut sich der Harn und erweitert das Nierenbecken. Die mögliche Folge: Bakterien können leichter einwandern und Infektionen verursachen. Harnwegsinfektionen machen sich bemerkbar durch einen häufigen Harndrang und brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Mitunter kommt es auch zu einem Klopfschmerz im Bereich der betroffenen Niere und Unterbauchschmerzen. Ein hoch akutes Krankheitsbild liegt vor, wenn Fieber und Schüttelfrost auftreten. Die Bakterien können dann auch in die Blutbahn gelangen und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung auslösen – das passiert jedoch nur in 0,5 Prozent der Fälle.
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13.09.2005, aktualisiert am 31.01.2012
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF
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