Patienten mit einer Pyelonephritis sollten sich Ruhe gönnen und auf genügend Flüssigkeitszufuhr (etwa zwei Liter pro Tag) achten. Wer an Herzkrankheiten oder unter einer eingeschränkten Nierenfunktion zu leiden hat, sollte die Trinkmenge allerdings unbedingt mit dem behandelnden Arzt absprechen.
Bis die Ergebnisse der Blut- und Urin-Untersuchungen vorliegen, wird dieser vermutlich sogenannte Breitband-Antibiotika verordnen, die gegen eine ganze Reihe von Bakterien wirken. Ist der Erreger schließlich bekannt, kommt gegebenenfalls ein Wechsel zu einem Antibiotikum, das sich noch besser gegen den Keim richtet in Frage. In schweren Fällen müssen die Antibiotika als Infusion über die Vene verabreicht werden. Zusätzlich ist eine körperliche Schonung dringend notwendig, damit die Entzündung rasch abheilen kann.
Bei chronischen Nierenbeckenentzündungen sollte wenn möglich das Ergebnis der bakteriellen Untersuchung abgewartet und dann gleich gezielt das am besten passende Antibiotikum verordnet werden. Außerdem gilt es die zugrundeliegende Ursache zu finden. Manchmal bestehen Fehlbildungen des harnableitenden Systems wie Engstellen im Abgang der Harnleiter vom Nierenbecken oder im Harnleiter, aber auch eine Prostatavergrößerung oder andere Behinderungen des Urinabflusses (zum Beispiel durch Harnsteine) können vorkommen. Diese Fehlbildungen und Behinderungen müssen wenn möglich behoben werden, damit es nicht zu wiederkehrenden Nierenbeckenentzündungen kommt.
Wird eine akute Pyelonephritis rechtzeitig erkannt und die Therapie rasch begonnen, sind die Aussichten gut. Die Nierenbeckenentzündung heilt gewöhnlich folgenlos aus; Fieber und die übrigen Symptome verschwinden bei einer Behandlung mit Antibiotika rasch. Aber auch wenn bereits eine Besserung eingetreten ist, müssen die Medikamente unbedingt solange wie vom Arzt verordnet eingenommen werden. Chronische Nierenbeckenentzündungen heilen selten komplett aus, wenn die Ursache nicht behoben wird. Zusätzlich besteht die Gefahr von schweren chronischen Nierenschäden.
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13.09.2005, aktualisiert am 09.05.2012
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