Wenn die Niere sich senkt und der Harnleiter eine Schleife bildet (aus dem Englischen abgeleiteter Fachbegriff: "Harnleiter-Kinking") oder gar ganz abknickt, kann es zu einem Harnstau kommen, der nicht nur oft Schmerzen verursacht, sondern auch Infektionen der Harnwege begünstigt. In der Folge können sich Harnsteine bilden. Im schlimmsten Fall können bei der Wanderniere auch die Blutgefäße, welche die Niere versorgen, abgeknickt werden, so dass die Niere nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird.
Die Nephropexie ist dann zu empfehlen, wenn eine Harnstauung, gehäuft auftretende Harnwegsinfekte oder eine Minderdurchblutung der Niere nachgewiesen sind. Bei dem Eingriff, der heute minimal invasiv (laparoskopisch) durchgeführt werden kann, wird die Niere wieder gehoben und ihrer normalen Lage befestigt.
Eine Alternative zu diesem Eingriff gibt es in diesem Fall eigentlich nicht; ernsthafte Komplikationen sind jedoch selten. Wie bei jeder Operation könnten Blutungen oder Infektionen auftreten, dies ist jedoch selten und in der Regel gut behandelbar.
Dr. med. Marcel Hruza
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19.10.2007, aktualisiert am 03.05.2012
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