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Wann muss der Harn bei einem Rückstau durch einen Eingriff abgeleitet werden?

Wann muss eine Harnstauung durch eine Ableitung behoben werden? Ist das ein Notfall? Aus der "Experten-Sprechstunde Nieren – Harnwege – Prostata"


Ultraschall trägt bei einem Harnstau zur Diagnose und Therapie bei

Bei akuter Stauung muss möglichst schnell eine Harnableitung erfolgen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Meist wird eine innere Drainage mittels Doppel-J-Schiene vorgenommen. Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch, der an beiden Enden wie ein „J“ gebogen ist, über eine Blasenspiegelung in den Harnleiter eingelegt. Er sorgt für einen ungehinderten Abfluss des Urins aus dem Nierenbecken in die Blase.
Wenn dies nicht möglich ist, wird unter Ultraschallkontrolle ein dünner Katheter direkt durch die Haut in die Niere gelegt (Nephrostomie).
Bei chronisch gestauter Niere wird zunächst ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Meist kann mit einer Harnableitung zumindest die Restfunktion der gestauten Niere erhalten werden. In manchen Fällen gelingt dadurch sogar eine Funktionsverbesserung.


Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza

Unsere Experten beantworten in der Sprechstunde "Nieren - Harnwege - Prostata" viele interessante Fragen zu Krankheiten dieser Organe.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 01.06.2007, aktualisiert am 03.05.2012
Bildnachweis: Dynamic Graphics/John Foxx/RYF

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