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Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Sinkt der Blutdruck unter einen Wert von 105 zu 60 mmHg, sprechen Mediziner von Blutniederdruck. Symptome wie Schwindel oder Sternchen-Sehen können darauf hinweisen


Niedrige Werte: Während Bluthochdruck zu ernsthaften Gefäß- und Organschäden führen kann, ist eine anlagebedingte Hypotonie zwar lästig, aber eigentlich nicht gefährlich

Was versteht man unter zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie)?

Von niedrigem Blutdruck (Hypotonie) spricht man, wenn der Blutdruckwert unter 105 zu 60 mmHg liegt. Diese Grenze zwischen normalem und zu niedrigem Blutdruck ist jedoch nicht so genau festgeschrieben, wie die Grenze nach oben in Richtung Bluthochdruck (Hypertonie).

Der Blutniederdruck selbst ist keine Krankheit. Erst das Auftreten von Beschwerden wie Schwindelgefühl, Sternchen-Sehen oder Müdigkeit können ihn zu einem subjektiven Problem werden lassen. Aber während der Bluthochdruck zu ernsthaften Gefäß- und Organschäden führen kann (Schlaganfall, Herzinfarkt), ist dies beim Blutniederdruck nicht der Fall.



UNSER EXPERTE: Professor Achim Weizel, Facharzt für Innere Medizin

Medikamente werden meist nicht nötig. Oft genügen einfache "Hausmittel", um den Blutdruck auf Trab zu bringen. Zum Beispiel Wechselduschen, Bewegung an der frischen Luft oder Übungen, die den Kreislauf anregen.

Nur in Deutschland gilt die Hypotonie auch als eigenständige Krankheit, weswegen sie international auch etwas spöttisch als „german disease“ bezeichnet wird, die deutsche Krankheit. Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Hypotonie auch ein Hinweis auf eine andere Organerkrankung sein kann, wie etwa eine Schilddrüsenstörung oder eine Herzmuskelschwäche.

 


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Martin Ley, W&B/privat
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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 14.10.2014, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: W&B/Martin Ley, W&B/privat

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