Einflussfaktoren und Auslöser
Die Liste der Faktoren, die einen Schub auslösen und die Symptome einer Neurodermitis hervorrufen können, ist lang. Zu den wichtigsten zählen
• Faktoren, welche die Haut austrocknen (zum Beispiel häufiges Waschen)
• Allergene, die auf die Haut gelangen oder eingeatmet werden (zum Beispiel Hausstaubmilbenkot, Pollen, Tierhaare) oder Nahrungsmittelallergene (zum Beispiel Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Soja, Erdnuss, Fisch)
• irritierende Stoffe auf der Haut, zum Beispiel Wollkleidung oder Kontakt mit Reinigungsmitteln, Konservierungsstoffen in Kosmetika ...
• Besiedelung der Haut mit Bakterien, Viren oder Pilzen (mikrobielle Antigene) bei vorhandener Neurodermitis
• Klimafaktoren, wie extreme Kälte, Trockenheit oder Schwüle
• Umweltgifte, wie Ozon, Dieselabgase oder Tabakrauch
• Psychische Belastung, Stress
Vor einigen Jahrzehnten galten psychische Faktoren sogar noch als Hauptursache der Neurodermitis. In der Tat stehen die Erkrankung und ihre Symptomatik in einer Wechselbeziehung zum psychischen Befinden. Stress kann eine Neurodermitis verschlimmern, und umgekehrt sind die Symptome auch seelisch belastend. Allerdings gilt es heute als überholt, ein gestörtes Eltern-Kind-Verhältnis oder gar eine bestimmte Neurodermitis-Persönlichkeit als Ursache der Erkrankung zu postulieren.