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Sehnervenentzündung

Anatomie des Auges Illustration

Blick ins Auge: Der Sehnerv (rechts oben) bündelt rund eine Million Nervenfasern, die von der Netzhaut kommen und zum Gehirn ziehen

Zusammenfassung:
Je nach Ort der Erkrankung des Sehnervs kommt die Entzündung des Sehnerven als Papillitis (der Sehnervenkopf entzündet sich) oder als Retrobulbäre Neuritis (der weiter hinten liegende Anteil des Sehnervs ist entzündet) vor.
Die Sehnervenentzündung gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Bei 20 bis 40 Prozent aller Personen mit einer Neuritis entwickelt sich in der Folge eine Gehirnentzündung.
Bei Kindern sind allgemeine Infekte häufig Ursache der Sehnervenentzündung, beim Erwachsenen lässt sich die Ursache in sieben von zehn Fällen nicht abklären. In Frage kommen eine Reihe von Infektions- und Autoimmunerkrankungen, am häufigsten ist die Multiple Sklerose Ursache für die Entzündung des hinteren Anteils des Sehnervs.
Bemerkbar wird die Beteiligung des Sehnervs durch Schmerzen in den Augen und eine drastische Sehstörung. Die Diagnose wird durch Untersuchung mit dem Augenspiegel und der Gesichtsfelduntersuchung gestellt.
Die Behandlung erfolgt durch Therapie der ursächlichen Erkrankung und bei schwerem Verlauf mit Kortison.

Je nach Ort der Erkrankung des Sehnervs kommt die Entzündung des Sehnerven als Papillitis (der Sehnervenkopf entzündet sich) oder als Retrobulbäre Neuritis (der weiter hinten liegende Anteil des Sehnervs ist entzündet) vor. Bei der Erkrankung des Sehnervs entsteht eine Schwellung (Ödem) der Nervenfasern am Sehnervenkopf. Meist geht auch eine Störung der Durchblutung mit den Erkrankungen einher. Das führt zu einer Schädigung des Sehnerven mit Einschränkungen der Sehkraft, die bis zur Erblindung führen kann. Die Sehnervenentzündung ist meist einseitig.
Die Sehnervenentzündung gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Betroffen sind meist Erwachsene zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr, Frauen erkranken häufiger als Männer.
Bei 20 bis 40 Prozent aller Personen mit einer Neuritis entwickelt sich in der Folge eine Gehirnentzündung.

Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.

Letzte Aktualisierung:
02.03.2007 (Inge Smolek)


Quelle: surfmed; 13.09.2005, aktualisiert am 04.05.2009
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