Nasendusche: Tipps zur Anwendung

Wer von einer Nasenspülung profitiert, was Anwender beachten sollten und wie oft sie ihre Nase reinigen dürfen

von Dr. Martina Melzer, aktualisiert am 25.01.2016

Sieht nicht gerade angenehm aus, befreit aber die Nase: eine Nasendusche

W&B/Winfried Fischer

Eine Nasendusche wirkt unappetitlich, hat aber auch ihre guten Seiten. Die salzhaltige Flüssigkeit, mit der das Gerät befüllt wird, spült die Nasenschleimhaut. Dadurch löst sich nicht nur zäher Schleim, auch Dreck und Pollen gelangen nach außen. Krankheitserreger, die sich im Sekret befinden, werden aus der Nase herausbefördert.

Eine Nasendusche empfiehlt sich unter anderem bei Erkältung, Heuschnupfen, trockenen Schleimhäuten, einer akuten Mittelohrentzündung, nach einer Operation an Nase oder Nebenhöhlen – wenn von ärztlicher Seite nichts dagegen spricht.


Wann man keine Nasendusche machen sollte

Ist die Schleimhaut zu sehr angeschwollen, etwa bei Schnupfen, kann es passieren, dass die Spülflüssigkeit nicht richtig abfließt. In diesem Fall hilft die Nasendusche nur bedingt. Wer kurze Zeit vorher ein abschwellendes Nasenspray anwendet, kann dem vorbeugen. Sind die Nebenhöhlen stark entzündet und vereitert, dann raten Experten eher von einer Nasendusche ab. Ebenso, wenn die Nase blutet.

Ob regelmäßiges Nasenduschen Gesunden hilft, einem Infekt vorzubeugen, beurteilen Experten unterschiedlich. Ebenso, ob Anwender über lange Zeit sorgenfrei "duschen" dürfen. Menschen, deren Nasennebenhöhlen chronisch entzündet sind, kann regelmäßiges Spülen allerdings durchaus helfen. Auch wenn jemand – bedingt durch eine Pollenallergie – ständig niest, kann er während dieser Phase täglich die Nase reinigen. Klären Sie vorher mit dem Arzt, ob Sie eine Nasendusche längerfristig anwenden sollten.

Richtig anwenden

Behälter gibt es diverse, von der Spülkanne aus Glas bis hin zur Kunststoffflasche mit Nasenaufsatz. Die Spülflüssigkeit sollte normalerweise aus einer physiologischen Kochsalzlösung bestehen (0,9 Gramm Kochsalz in 100 Milliliter Wasser). Befindet sich zu viel oder zu wenig Salz in der Lösung, kann dies die Schleimhaut reizen. Dasselbe passiert, wenn lediglich mit Wasser gespült wird. Abgepackte, vorportionierte Salz-Beutelchen beugen dem vor.

Nach jeder Dusche das Gerät und den Nasenaufsatz gründlich ausspülen und vollständig austrocknen lassen. Die Oberfläche von Kunststoffflaschen kann mit der Zeit aufrauen, was es Keimen erleichtert, sich dort potenziell anzusiedeln. Deshalb in regelmäßigen Abständen austauschen.

Die Anwendung einer Nasendusche erklärt sich praktisch von selbst. Hat sich das Salz gelöst (gründlich schütteln!), den Nasenaufsatz an ein Nasenloch ansetzen. Den Mund weit öffnen, den Kopf nach vorne über das Waschbecken beugen und zur Seite neigen. Anschließend die Vorrichtung, mit der vorher die Lösung im Behälter zurückgehalten wurde, loslassen. Das Salzgemisch fließt nun über das andere Nasenloch wieder ab. Achtung: Wer den Mund nicht weit genug öffnet, riskiert, dass die salzige Lösung in den Rachen gerät.



Bildnachweis: W&B/Winfried Fischer

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