Muskelfaserriss und Muskelzerrung

Muskelzerrungen, Muskelfaserisse und Muskelrisse sind Verletzungen, die während körperlicher Belastungen oder beim Sport auftreten können. Charakteristisches Symptom sind Schmerzen. Mehr zu Diagnose und Therapie

aktualisiert am 31.05.2012

Heftiger Schmerz in der Wade – oft Zeichen einer Muskelverletzung

Mauritius Images GmbH/Image Source/RYF

Was sind Muskelzerrung, Muskelfaserriss und Muskelriss?

Bei körperlicher Aktivität oder beim Sport kann es zu Muskelzerrungen, Muskelfaserissen oder Muskelrissen kommen:

  • Muskelzerrung: Sie ist die leichteste der drei genannten Verletzungsarten. Geschädigt werden in diesem Fall die kleinsten funktionellen Einheiten des Muskels, die sogenannten Sarkomere (Mehr dazu im Kapitel Ursachen).
  • Muskelfaserriss: Dabei zerreißen einzelne Muskelfasern im Muskel.
  • Muskelriss: Bei einem Muskelriss ist ein komplettes Muskelbündel durchtrennt. Es handelt sich um die schwerste der drei genannten Verletzungen. Ein Muskelriss tritt häufig bei (Sport-)Unfällen auf, die zu einem Schlag auf den Muskel führen.

Unser Experte: Dr. med. Ingo Tusk, Facharzt für Orthopädie, spezielle orthopädische Chirurgie und Sportmedizin

W&B/Privat

Welche Symptome sind typisch?

Die drei Verletzungsformen verursachen ähnliche Symptome: Unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis treten Schmerzen bei Belastung und in Ruhe auf. Beim Muskel(faser)riss sind die Schmerzen üblicherweise stärker als bei einer Zerrung und führen in der Regel zu einem Kraftverlust des Muskels.

Oft bildet sich bei Muskelbündelrissen eine starke Schwellung und ein Bluterguss. Eventuell zeigt sich auch eine sichtbare Delle und / oder Beule an der verletzten Stelle.

Der Arzt stellt die Diagnose nach dem Gespräch mit dem Patienten und einer genauen körperlichen Untersuchung. Häufig wird sie ergänzt durch weitere Diagnoseverfahren wie eine Ultraschall-Untersuchung.

Therapie bei Muskelzerrung und Muskelfaserriss

Unmittelbar nach der Verletzung sollten die betroffenen Partien geschont, gekühlt, und wenn machbar mit einem elastischen Druckverband verbunden und hochgelagert werden. Die weiteren Behandlungsschritte richten sich nach der Schwere der Verletzung. Genaueres lesen Sie im Kapitel Therapie.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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