Eine akute Mittelohrentzündung breitet sich manchmal auf die benachbarten Hohlräume des knöchernen Warzenfortsatzes (des Mastoids) aus. Sie sind ebenfalls mit Schleimhaut ausgekleidet. Kommt es hier zu einer Entzündung, sprechen Ärzte von einer Mastoiditis. Äußere Anzeichen sind eine zumeist schmerzhafte Schwellung und Rötung der Haut hinter der Ohrmuschel. Die Ohrmuschel steht ab. Wird die Mastoiditis nicht fachgerecht behandelt, führt sie schlimmstenfalls zu einer Entzündung der Hirnhaut (Meningitis), einem Hirnabszess oder einer Lähmung der Gesichtsnerven.
In einigen Fällen wandern bei einer akuten Mittelohrentzündung Bakteriengifte (Toxine) vom Mittelohr in das Innenohr (Labyrinth) ein. Die Folge ist eine toxische Labyrinthitis, die eine Innenohr-Schwerhörigkeit und Ohrgeräusche (Tinnitus) auslösen kann. Mitunter kommt es auch zu Schwindel und / oder Gleichgewichtsstörungen.
Durch häufige Mittelohrentzündungen kann das Trommelfell vernarben, es bilden sich manchmal narbige oder sogar knöcherne Verwachsungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr. Mögliche Folge ist eine dauerhafte Hörstörung. Mehr Informationen lesen Sie im Ratgeber chronische Mittelohrentzündung.
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13.09.2005, aktualisiert am 17.11.2011
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