Die genaue Ursache der Migräne ist nicht bekannt; es gibt jedoch einige Theorien. Auch sind viele Faktoren bekannt, die eine Migräne auslösen können (Trigger). Solche Trigger unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Zu ihnen zählen besonders Stress und Schlafmangel, die bei einer unregelmäßigen Lebensweise auftreten können. Häufig beginnen Migräneanfälle, wenn zu wenig getrunken wurde (Volumenmangel). Viele Frauen haben vor der Menstruation Migräneattacken. Migräne kann außerdem durch Reizüberflutung ausgelöst werden. Weitere Triggerfaktoren sind wahrscheinlich bestimmte Wetterlagen (zum Beispiel Föhn). Ebenso können Medikamente, die Nitroverbindungen enthalten, und Koffeinentzug Migräne auslösen. Die Symptome werden außerdem durch unregelmäßige Mahlzeiten und Unterzuckerung durch Hungern bewirkt.
Welche Vorgänge im Gehirn die typischen Migränesymptome bewirken, ist nicht eindeutig geklärt. So scheinen bei einem Migräneanfall einige Nervennetze übermäßig stark erregt zu sein. Auch scheint bei Migräne der Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin verändert zu sein, welcher auf die Blutgefäße wirkt und sie durchlässiger für bestimmte Moleküle macht. Als Folge sind bei der Migräne die Wände der Blutgefäße des Gehirns gereizt, bestimmte Substanzen können ins Gewebe übertreten. Es kommt zur so genannten neurovaskulären Entzündung und Schmerzen. Zusätzlich ist der Botenstoff CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) im Blut erhöht, der die Weiterleitung von Schmerzen erleichtert.
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13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: Thinkstock/Creatas
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