Migräne

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Zusammenfassung:
Migräne ist eine häufige Form des Kopfschmerzes. Etwa sieben Prozent der Männer und fast ein Viertel aller Frauen sind davon betroffen. Im Vordergrund der Beschwerden stehen die anfallsartig immer wiederkehrenden heftigen Kopfschmerzen. Meist sind sie auf eine Kopfhälfte begrenzt, ein Seitenwechsel während des Anfalls ist aber ebenfalls möglich. Die genaue Ursache der Krankheit kennt man nicht. Auslöser der Schmerzen ist eine Fehlregulation des Hypothalamus, einer Gehirnregion, die unbewusste Körperfunktionen steuert. Dadurch kommt es zu einer krampfartigen Verengung von Blutgefäßen in den Hirnhäuten, die schließlich zu den Schmerzen führen.
Die Schmerzattacken können dabei zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen anhalten; Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl treten begleitend auf. Oft kündigen sich die Anfälle durch eine so genannte Aura an, es handelt sich dabei um verschiedene neurologische Ausfälle von etwa einer halben Stunde Dauer. Lichtblitze, Sehfeldausfälle, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und Verhaltensänderungen sind möglich. Im Anfall behandelt man mit Schmerzmedikamenten oder einigen speziellen Migränemitteln. Vorbeugend können über längere Zeit Beta-Blocker gegeben werden. Wirkliche Heilung gibt es nicht, man kann durch Medikamente und Entspannungstechniken jedoch die Anfallshäufigkeit senken.
Viele Menschen leiden unter Migräne. Etwa sechs bis acht Prozent der Männer und bis zu einem Viertel der Frauen sind in unterschiedlichem Maße davon betroffen.
Bereits im Kindesalter können die typischen Symptome zum ersten Mal auftreten, und ein Leben lang wiederkehren. Schon in 5000 Jahre alten mesopotamischen Schriften ist die Krankheit als Hemicrania (Halbschädel) beschrieben.
 
Letzte Aktualisierung:
23.03.2007 (Patricia Herzberger)
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.

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