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Migräne

Kennzeichen einer Migräne sind Kopfschmerzattacken, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit auftreten. Die Migräne wird vor allem mit Medikamenten behandelt


Enstehung von Migräne: Um die ganze Grafik zu sehen, bitte auf die Lupe klicken!

Was ist Migräne?

Migräne bezeichnet bestimmte, anfallsweise auftretende Kopfschmerzen (Migräneattacken), die durch Bewegung verstärkt werden. Zusätzlich zu den Kopfschmerzen müssen andere Symptome wie etwa Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Licht- und Lärmempfindlichkeit auftreten. Teilweise gehen der Migräne besondere Empfindungen wie zum Beispiel Sehstörungen voraus, die sogenannte Aura. Zur Behandlung eignen sich neben Medikamenten entspannende Therapien. Das Ziel der Migränebehandlung ist es, die Symptome zu lindern und die Häufigkeit der Migräneattacken zu verringern.



Beratender Experte: Professor Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers, Facharzt für Neurologie

Die genauen Ursachen der Migräne sind unbekannt, jedoch kennt man Auslöser der Migräneattacken (sogenannte Trigger). Diese können von Person zu Person unterschiedlich sein. Man geht davon aus, dass bei der Migräne das Gleichgewicht des Gehirnstoffwechsels gestört ist; insbesondere sind dabei Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) fehlreguliert. Diese beeinflussen unter anderem die Schmerzempfindlichkeit der Blutgefäße. Offenbar sind bei der Migräne die kleinen Blutgefäße des Gehirns (Arteriolen) entzündlich verändert. Außerdem kommt es zu einer fehlenden Schmerzhemmung im Hirnstamm mit den typischen Migränekopfschmerzen.

Migräne ist eine häufige Erkrankung: Etwa sieben Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen haben Migräneattacken. Am häufigsten treten die Migräneanfälle zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. In diesem Alter sind etwa drei Mal mehr Frauen als Männer betroffen. Jede fünfte Frau hat im Laufe ihres Lebens Migräne. Bereits Schulkinder können an Migräne leiden, typisch ist aber ein erstes Auftreten im jungen Erwachsenenalter. Migräne kommt gehäuft familiär vor. Hintergrund ist eine genetische Veranlagung für Migräne, die für einige Formen inzwischen auch nachgewiesen ist.

Es sind viele Arten der Migräne bekannt. Am häufigsten sind Kopfschmerzattacken ohne eine vorherige Aura. Diese Art von Migräne tritt in etwa 80 Prozent der Fälle auf. Bei einer Migräne mit Aura gehen den Kopfschmerzen bestimmte Symptome voraus. So können zum Beispiel Sehstörungen, Kribbelgefühle, Lähmungen oder Schwindelgefühle vorkommen. Bei bestimmten Migräne-Formen sind auch andere Symptome möglich. Weiterhin gibt es Komplikationen, zum Beispiel die chronische Migräne.

Migräne wird vorwiegend mit Medikamenten behandelt. Bei leichten Symptomen ist eine Kombination von bestimmten Schmerzmitteln (Analgetika) und Mitteln gegen Übelkeit (Antiemetika) hilfreich. Bei schwereren Migräneanfällen werden meist sogenannte Triptane angewandt. Migräneattacken kann man mit einer medikamentösen Therapie vorbeugen, die mit anderen Maßnahmen kombiniert werden kann, zum Beispiel einer Verhaltenstherapie.


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Szczesny/Dr. Ulrike Möhle/RYF
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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 09.07.2013
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Szczesny/Dr. Ulrike Möhle/RYF

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