Das Pflaster enthält ein saugfähiges Granulat (Polymer). Kommt dieses mit Wasser aus einem in der Plastikhülle integrierten Reservoir in Berührung, quillt es auf, und presst den Wirkstoff durch Mikronadeln in die Haut
Auf ein spezielles Pflaster, das seinen Wirkstoff zu einem genau definierten Zeitpunkt in die Haut abgibt, setzt eine andere Forschergruppe des Instituts für Mikro- und Informationstechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft in Villingen-Schwenningen. Grundlage der Erfindung ist die sogenannte Chronotherapie: Die Wirkung und Verträglichkeit von Arzneien kann entscheidend von der Uhrzeit abhängen, zu der sie verabreicht werden.
Das betrifft besonders Rheumapatienten mit Morgensteifigkeit. „Sie benötigen ihr Medikament am dringendsten in den frühen Morgenstunden“, erklärt Projektleiter Michael Vosseler. Das Rheumapflaster soll seine Wirkung daher im Schlaf entfalten: „Abends auf die Haut geklebt, setzt es durch einen raffinierten Verzögerungsmechanismus den Arzneistoff erst frühmorgens frei.“
Dr. Luitgard Marschall / Apotheken Umschau;
18.06.2010, aktualisiert am 14.09.2011
Bildnachweis: W&B/Szczesny
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