Beipackzettel

ratioPyrin Schmerztabletten

Präparat: ratioPyrin Schmerztabletten
PZN: 7686182
Packungsgröße: 20 Stück (N2)
Abgabeform: Apothekenpflichtig
Darreichungsform (Teilbarkeit): Tabletten (halbierbar)

Anbieter:
ratiopharm GmbH
Graf-Arco-Str. 3
Ulm 89079
Tel.: 0800 8005010
Fax: 0800 8005011
Homepage: www.ratiopharm.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Acetylsalicylsäure (250 mg pro Stück)
  • Coffein (50 mg pro Stück)
  • Paracetamol (200 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Lactose 1-Wasser
  • Maisstärke
  • Stearinsäure
  • Talkum

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "ratioPyrin Schmerztabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von ratioPyrin Schmerztabletten

  • Acetylsalicylsäure und Paracetamol sind schmerzhemmende, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkstoffe.
  • Die Schmerztablette wird angewendet für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.
  • Hinweis:
    • Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von ratioPyrin Schmerztabletten

Absolute Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen das Arzneimittel nicht angewendet werden darf.
  • Überempfindlichkeit gegen "Acetylsalicylsäure", "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil von ratioPyrin Schmerztabletten
  • wenn früher schon einmal ein Asthmaanfall oder eine Schwellung der Nasenschleimhaut aufgetreten ist, nachdem Acetylsalicylsäure oder NSAR (Arzneimittel wie z.B. Diclofenac und Ibuprofen, die gegen Entzündungen und Schmerzen wirken) angewendet wurden
  • wenn früher schon einmal eine Blutung im Magen-Darmtrakt aufgetreten ist, nachdem NSAR (Arzneimittel wie z.B. Diclofenac und Ibuprofen, die gegen Entzündungen und Schmerzen wirken) angewendet wurden
  • Geschwüre im Magen-Darmtrakt
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit (häufiger als einmal)
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit (häufiger als einmal)
  • krankhaft erhöhte Neigung zu Blutungen (z.B. durch bestimmte Erkrankungen des Blutes, der Nieren oder der Leber)
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • schwere Leberfunktionsstörung
  • schwere Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Anwendung von Methotrexat in einer Dosierung von 15 mg oder mehr pro Woche
  • Schwangerschaft im letzten Drittel
  • Kinder unter 12 Jahren

Relative Gegenanzeigen von ratioPyrin Schmerztabletten

Relative Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen das Arzneimittel nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf.
  • Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Schmerzmittel
  • Patienten, die auf andere Substanzen mit einer allergischen Reaktion, wie z. B. Hautreaktion, Juckreiz oder Urtikaria, reagieren
  • Allergie
  • Asthma
  • Heuschnupfen
  • Nasenpolypen
  • chronische Erkrankung der Atemwege
  • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die das Risiko für Blutungen erhöhen (z.B. Cortison, Phenprocoumon, Warfarin, Acetylsalicylsäure, bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • vor Operationen, auch bei kleineren Eingriffen wie das Ziehen eines Zahnes besteht erhöhte Blutungsneigung
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit
  • Leberfunktionsstörung
  • Nierenfunktionsstörung
  • chronischer Alkoholkonsum
  • Morbus Meulengracht (harmlose Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Bilirubin-Werten, bei der manche Arzneimittel schlechter vertragen werden)
  • erhöhte Harnsäurewerte im Blut
  • Herzrhythmusstörung
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Angst
  • ältere Patienten

Warnungen für die Anwendung von ratioPyrin Schmerztabletten

Wenn sie nicht sicher sind, ob dieses Arzneimittel für sie geeignet ist, fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Bei längerer Anwendung von ratioPyrin Schmerztabletten können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei längerfristiger Anwendung kann ratioPyrin Schmerztabletten die Niere schädigen.

Kinder und Jugendliche dürfen ratioPyrin Schmerztabletten nur auf ärztliche Anweisung hin anwenden. Es besteht das Risiko für ein Reye-Syndrom, einer seltenen aber gefährlichen Erkrankung. Schweres Erbrechen kann ein Hinweis auf das Reye-Syndrom sein. Suchen Sie in diesem Fall bitte sofort einen Arzt auf.

Hinweise für die Schwangerschaft

ratioPyrin Schmerztabletten darf im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft (1. und 2. Trimenon) nur angewendet werden, wenn ihr Arzt dies ausdrücklich empfiehlt. Der Arzt wird sorgfältig den Nutzen und die Risiken der Arzneimittelanwendung abwägen und überlegen, ob es sicherere Alternativen gibt.

ratioPyrin Schmerztabletten darf im letzten Drittel der Schwangerschaft (3. Trimenon) nicht angewendet werden. Es besteht das Risiko für Schäden beim ungeborenen Kind.

Hinweise für die Stillzeit

Die Wirkstoffe von ratioPyrin Schmerztabletten gehen in die Muttermilch über.

Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich.

Bei langfristiger Anwendung sollte abgestillt werden.

Hinweise zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Bedienung von Maschinen

ratioPyrin Schmerztabletten hat keinen bekannten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Dosierung

Dosierung von ratioPyrin Schmerztabletten

  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein.
  • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre
      • Nehmen Sie 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 - 500 mg Acetylsalicylsäure, 200 - 400 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein) ein, wenn erforderlich bis zu 3-mal täglich (in der Regel im Abstand von 4 - 8 Stunden).
      • Die Höchstdosis von 6 Tabletten (entsprechend 1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein) pro Tag sollte nicht überschritten werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Nehmen Sie die Schmerztabletten ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 - 4 Tage ein.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei einer Überdosierung können anfangs (1. Tag) Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schläfrigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl, aber auch Schwindel und Ohrklingen, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten auftreten. Trotz Besserung des Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Leberschädigung bis hin zum Leberkoma am 3. Tag kommen.
    • Vergiftungssymptome durch Coffein (zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu Myokardschäden) können zusätzlich auftreten bei Aufnahme großer Mengen in kurzer Zeit.
    • Als weitere mögliche Symptome einer akuten Vergiftung können Blutzuckerabfall (Hypoglykämie), Hautausschläge sowie Magen-Darm-Blutungen, Hyperventilation, Beeinträchtigung von Hören und Sehen, Kopfschmerzen und Verwirrtheitszustände in Erscheinung treten. Bei schweren Vergiftungen können Delirien, Zittern, Atemnot, Schweißausbrüche, Flüssigkeitsverlust, Erhöhung der Körpertemperatur und Koma auftreten.
    • Bei Verdacht einer Überdosierung verständigen Sie umgehend einen Arzt und unterlassen Sie jede weitere Medikamenteneinnahme.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Wenn sie überempfindlich gegen "Acetylsalicylsäure", "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil in ratioPyrin Schmerztabletten reagieren, kann es zu einer Reaktion an der Haut oder den Atemwegen kommen. Wenden sie sich in diesem Fall an ihren Arzt.

Diese Nebenwirkungen treten häufig auf (bei 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • geringfügige Blutung im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen kann

Diese Nebenwirkungen treten gelegentlich auf (bei 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Überempfindlichkeitsreaktion der Haut

Diese Nebenwirkungen treten selten auf (bei 1 bis 10 von 10.000 Anwendern)

  • Blutung im Magen-Darm-Trakt
  • Geschwüre im Magen-Darmtrakt
  • Blutung
  • Hirnblutung
  • schwerer allergischer Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (Erythema exsudativum multiforme)
  • schwere allergische Reaktion mit Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, mit Schluck- oder Atembeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock)
  • erhöhte Leberenzyme im Blut (Transaminasen)

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern)

  • erhöhte Leberwerte
  • schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Stevens Johnson Syndrom)
  • sehr schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Lyell Syndrom)
  • Nierenfunktionsstörung
  • Unterzuckerung
  • Verschlechterung einer Entzündung, die durch eine Infektion ausgelöst wurde
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
  • starke Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Verengung der Atemwege mit Atemnot

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Störung des Gehörs
  • Geräusche im Ohr ("Ohrenklingeln", Tinnitus)
  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Hautblutung
  • Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • akuter Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • beschleunigter Herzschlag
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Magenbeschwerden

Weitere Informationen zu Nebenwirkungen

Das Risiko für Nebenwirkungen hängt von der Behandlungsdauer und der Dosis ab.

Wie kann man das Risiko für Nebenwirkungen senken

Wenden Sie ratioPyrin Schmerztabletten in der niedrigsten wirksamen Dosis und nicht länger als nötig an.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "ratioPyrin Schmerztabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "ratioPyrin Schmerztabletten" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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