Beipackzettel

Titralgan gegen Schmerzen

Präparat: Titralgan gegen Schmerzen
PZN: 2653261
Packungsgröße: 10 Stück (N1)
Abgabeform: Apothekenpflichtig
Darreichungsform : Tabletten

Anbieter:
BERLIN-CHEMIE AG
Glienicker Weg 125
Berlin 12489
Tel.: 030 6707-0
Fax: 030 6707-2120
Email: info@berlin-chemie.de
Homepage: www.berlin-chemie.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Acetylsalicylsäure (250 mg pro Stück)
  • Coffein (50 mg pro Stück)
  • Paracetamol (200 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Maisstärke
  • Stearinsäure
  • Talkum
  • Weizenstärke

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Titralgan gegen Schmerzen" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Titralgan gegen Schmerzen

  • Das Präparat ist eine Kombination aus Acetylsalicylsäure und Paracetamol, zwei Wirkstoffe aus der Gruppe der Schmerzhemmer und Fiebersenker (Analgetikum/Antipyretikum), und Coffein.
  • Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (ab 43 kg) bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.
  • Bitte beachten Sie die Angaben für Kinder und Jugendliche.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Titralgan gegen Schmerzen

Absolute Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen das Arzneimittel nicht angewendet werden darf.
  • Überempfindlichkeit gegen "Acetylsalicylsäure", "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil von Titralgan gegen Schmerzen
  • wenn früher schon einmal ein Asthmaanfall oder eine Schwellung der Nasenschleimhaut aufgetreten ist, nachdem Acetylsalicylsäure oder NSAR (Arzneimittel wie z.B. Diclofenac und Ibuprofen, die gegen Entzündungen und Schmerzen wirken) angewendet wurden
  • wenn früher schon einmal eine Blutung im Magen-Darmtrakt aufgetreten ist, nachdem NSAR (Arzneimittel wie z.B. Diclofenac und Ibuprofen, die gegen Entzündungen und Schmerzen wirken) angewendet wurden
  • Geschwüre im Magen-Darmtrakt
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit (häufiger als einmal)
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit (häufiger als einmal)
  • krankhaft erhöhte Neigung zu Blutungen (z.B. durch bestimmte Erkrankungen des Blutes, der Nieren oder der Leber)
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • schwere Leberfunktionsstörung
  • schwere Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Anwendung von Methotrexat in einer Dosierung von 15 mg oder mehr pro Woche
  • Schwangerschaft im letzten Drittel
  • Kinder unter 12 Jahren

Relative Gegenanzeigen von Titralgan gegen Schmerzen

Relative Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen das Arzneimittel nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf.
  • Überempfindlichkeit gegen andere entzündungshemmende Schmerzmittel
  • Patienten, die auf andere Substanzen mit einer allergischen Reaktion, wie z. B. Hautreaktion, Juckreiz oder Urtikaria, reagieren
  • Allergie
  • Asthma
  • Heuschnupfen
  • Nasenpolypen
  • chronische Erkrankung der Atemwege
  • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die das Risiko für Blutungen erhöhen (z.B. Cortison, Phenprocoumon, Warfarin, Acetylsalicylsäure, bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • vor Operationen, auch bei kleineren Eingriffen wie das Ziehen eines Zahnes besteht erhöhte Blutungsneigung
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt in der Vergangenheit
  • Leberfunktionsstörung
  • Nierenfunktionsstörung
  • chronischer Alkoholkonsum
  • Morbus Meulengracht (harmlose Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Bilirubin-Werten, bei der manche Arzneimittel schlechter vertragen werden)
  • erhöhte Harnsäurewerte im Blut
  • Herzrhythmusstörung
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Angst
  • ältere Patienten

Warnungen für die Anwendung von Titralgan gegen Schmerzen

Wenn sie nicht sicher sind, ob dieses Arzneimittel für sie geeignet ist, fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

Bei längerer Anwendung von Titralgan gegen Schmerzen können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei längerfristiger Anwendung kann Titralgan gegen Schmerzen die Niere schädigen.

Kinder und Jugendliche dürfen Titralgan gegen Schmerzen nur auf ärztliche Anweisung hin anwenden. Es besteht das Risiko für ein Reye-Syndrom, einer seltenen aber gefährlichen Erkrankung. Schweres Erbrechen kann ein Hinweis auf das Reye-Syndrom sein. Suchen Sie in diesem Fall bitte sofort einen Arzt auf.

Hinweise für die Schwangerschaft

Titralgan gegen Schmerzen darf im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft (1. und 2. Trimenon) nur angewendet werden, wenn ihr Arzt dies ausdrücklich empfiehlt. Der Arzt wird sorgfältig den Nutzen und die Risiken der Arzneimittelanwendung abwägen und überlegen, ob es sicherere Alternativen gibt.

Titralgan gegen Schmerzen darf im letzten Drittel der Schwangerschaft (3. Trimenon) nicht angewendet werden. Es besteht das Risiko für Schäden beim ungeborenen Kind.

Hinweise für die Stillzeit

Die Wirkstoffe von Titralgan gegen Schmerzen gehen in die Muttermilch über.

Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich.

Bei langfristiger Anwendung sollte abgestillt werden.

Hinweise zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Bedienung von Maschinen

Titralgan gegen Schmerzen hat keinen bekannten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Dosierung

Dosierung von Titralgan gegen Schmerzen

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Dosierung
    • Dieses Arzneimittel sollte in der niedrigsten schmerzkontrollierenden Dosis über den kürzestmöglichen Zeitraum angewendet werden.
    • Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle.
    • Die maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach den Beschwerden und der maximalen Tagesgesamtdosis. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Anwendungen muss mindestens 6 Stunden betragen.
    • Ab 43 kg. Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
      • Einzeldosis
        • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 - 500 mg Acetylsalicylsäure, 200 - 400 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein)
      • Max. Tagesdosis (24 Stunden)
        • bis zu 6 Tabletten (entsprechend 1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein)
    • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
      • Bei Patienten mit leichten bis mäßig schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen bzw. Gilbert-Meulengracht-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden (Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung siehe Kategorie „Kontraindikation").
    • Ältere Patienten
      • Diese Patienten sollten wegen des erhöhten Risikos für Nebenwirkungen mit der niedrigsten Dosierung beginnen und ärztlich überwacht werden.
    • Kinder und Jugendliche
      • Das Arzneimittel darf bei Kindern unter 12 Jahren bzw. unter 43 kg nicht angewendet werden.
      • Bei fieberhaften Erkrankungen beachten Sie bitte unbedingt den Hinweis in Kategorie „Patientenhinweis".

 

  • Dauer der Anwendung
    • Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Schwindel und Ohrklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer ernsthaften Vergiftung durch Acetylsalicylsäure sein.
    • Bei einer Überdosierung von Paracetamol treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf, die Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen umfassen. Es kann darüber hinaus zu schweren Leberschäden kommen.
    • Vergiftungssymptome durch Coffein (zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu einer Schädigung des Herzmuskels) können zusätzlich auftreten bei Einnahme großer Mengen in kurzer Zeit.
    • Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit dem Arzneimittel benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Wenn sie überempfindlich gegen "Acetylsalicylsäure", "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil in Titralgan gegen Schmerzen reagieren, kann es zu einer Reaktion an der Haut oder den Atemwegen kommen. Wenden sie sich in diesem Fall an ihren Arzt.

Diese Nebenwirkungen treten häufig auf (bei 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt
  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • geringfügige Blutung im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen kann

Diese Nebenwirkungen treten gelegentlich auf (bei 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Überempfindlichkeitsreaktion der Haut

Diese Nebenwirkungen treten selten auf (bei 1 bis 10 von 10.000 Anwendern)

  • Blutung im Magen-Darm-Trakt
  • Geschwüre im Magen-Darmtrakt
  • Blutung
  • Hirnblutung
  • schwerer allergischer Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (Erythema exsudativum multiforme)
  • schwere allergische Reaktion mit Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, mit Schluck- oder Atembeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock)
  • erhöhte Leberenzyme im Blut (Transaminasen)

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern)

  • erhöhte Leberwerte
  • schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Stevens Johnson Syndrom)
  • sehr schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Lyell Syndrom)
  • Nierenfunktionsstörung
  • Unterzuckerung
  • Verschlechterung einer Entzündung, die durch eine Infektion ausgelöst wurde
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
  • starke Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Verengung der Atemwege mit Atemnot

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Störung des Gehörs
  • Geräusche im Ohr ("Ohrenklingeln", Tinnitus)
  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Hautblutung
  • Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • akuter Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • beschleunigter Herzschlag
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Magenbeschwerden

Weitere Informationen zu Nebenwirkungen

Das Risiko für Nebenwirkungen hängt von der Behandlungsdauer und der Dosis ab.

Wie kann man das Risiko für Nebenwirkungen senken

Wenden Sie Titralgan gegen Schmerzen in der niedrigsten wirksamen Dosis und nicht länger als nötig an.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Titralgan gegen Schmerzen" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Titralgan gegen Schmerzen" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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