Beipackzettel

TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS

Präparat: TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS
PZN: 7130496
Packungsgröße: 20 Stück (Normpackung)
Abgabeform: Apothekenpflichtig
Darreichungsform (Teilbarkeit): Tabletten (halbierbar)

Anbieter:
MIBE GmbH Arzneimittel
Münchener Str. 15
Brehna 06796
Tel.: 034954 247-151
Fax: 034954 247-150
Email: auftragsannahme@mibegmbh.de
Homepage: www.mibe.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Coffein (50 mg pro Stück)
  • Paracetamol (350 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
  • Cellulose Pulver
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Magnesium stearat
  • Maisstärke
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS

  • Wenn Sie sich nach drei Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Das Arzneimittel ist ein Kombinationspräparat aus Paracetamol, einem schmerzstillenden, fiebersenkenden Arzneimittel (Analgetika und Antipyretika), und Coffein.
  • Das Präparat wird zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen angewendet.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegenüber Paracetamol, Coffein oder einen sonstigen Bestandteil dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden.
    • von Kindern unter 12 Jahren.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Nehmen Sie das Präparat erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker,
      • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind.
      • wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom).
      • wenn Sie an einem Magen- oder Darmgeschwür leiden.
      • bei vorgeschädigter Niere.
      • bei Schilddrüsenüberfunktion.
      • bei Herzrhythmusstörungen.
      • bei Angststörungen.
    • Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach drei Tagen keine Besserung eintritt, oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
    • Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.
    • Einzelfälle aus der Literatur zeigen, dass eine Langzeitanwendung von Paracetamol zu einer Beeinträchtigung des Hörvermögens führen kann.
    • Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
    • Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
    • Bei abruptem Absetzen nach längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Symptome klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
    • Das Arzneimittel nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen anwenden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel sollte nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses während der Schwangerschaft eingenommen werden.
    • Sie sollten das Präparat während der Schwangerschaft nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
  • Stillzeit
    • Paracetamol und Coffein, die Wirkstoffe des Präparates, gehen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Das Befinden und Verhalten des Säuglings kann durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtig werden.
    • Bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollten Sie abstillen.

 

Dosierung

Dosierung von TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten.
  • Bei Beschwerden, die länger als drei Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Körpergewicht/Alter
    • Ab 43 kg, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
  • Einzeldosis in Anzahl der Tabletten
    • 1 - 2 Tabletten (entsprechend 350 - 700 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein)
  • max. Tagesdosis in Anzahl der Tabletten
    • 8 Tabletten (entsprechend 2800 mg Paracetamol und 400 mg Coffein)

 

  • Dauer der Anwendung
    • Nehmen Sie das Arzneimittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als drei Tage ein.

 

  • Besondere Patientengruppen
    • Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion
      • Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
    • Schwere Niereninsuffizienz
      • Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
    • Ältere Patienten
      • Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.
    • Kinder unter 12 Jahren
      • Für eine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren liegt nicht genügend Erkenntnismaterial vor.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • In der Regel treten Nebenwirkungen einer Paracetamolüberdosierung erst bei Überschreiten einer maximalen Tagesgesamtdosis von 60 mg/kg Körpergewicht bei Kindern und 4000 mg bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren auf. Dabei können innerhalb von 24 Stunden Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen auftreten. Es kann darüber hinaus zu schweren Leberschäden kommen.
    • Informieren Sie bitte Ihren Arzt falls Sie eine größere Menge Paracetamol eingenommen haben.
    • Bei einer Überdosierung mit Coffein können zentralnervöse Symptome (z. B. Unruhe, Erregung, Zittern) und Herzkreislaufreaktionen (z. B. Herzrasen, Schmerzen in der Herzgegend) verursacht werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Wenn sie überempfindlich gegen "Coffein", "Paracetamol" oder einen sonstigen Bestandteil in TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS reagieren, kann es zu einer Reaktion an der Haut oder den Atemwegen kommen. Wenden sie sich in diesem Fall an ihren Arzt.

Diese Nebenwirkungen treten selten auf (bei 1 bis 10 von 10.000 Anwendern)

  • erhöhte Leberenzyme im Blut (Transaminasen)
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
  • Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozyten)

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern)

  • Verminderung aller Blutzellen (weiße und rote Blutkörperchen, Blutplättchen)
  • starke Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Verengung der Atemwege mit Atemnot
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Magenbeschwerden
  • beschleunigter Herzschlag

Überempfindlichkeitsreaktionen:

  • Quincke-Ödem (plötzlich auftretende Schwellung von Haut und Schleimhaut, allergisch oder erblich bedingt, bei Befall des Gesichtes und der Mundschleimhaut besteht Gefahr der Atemnot und des Erstickens)
  • Hautrötung
  • Hautausschlag
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Schweißausbruch
  • Übelkeit
  • Blutdruckabfall
  • Schock (akutes lebensbedrohliches Kreislaufversagen)
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "TEMAGIN PARACETAMOL-PLUS" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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