Beipackzettel

PERFALGAN 10mg/ml/50ml

Präparat: PERFALGAN 10mg/ml/50ml
PZN: 3640496
Packungsgröße: 12 Stück (N3)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Infusionslösung

Anbieter:
Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Arnulfstraße 29
München 80636
Tel.: 0800 7242410
Fax: 0800 7601000
Email: kundenservice@bms.com
Homepage: www.b-ms.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Paracetamol (10 mg pro Milliliter)
Sonstige Bestandteile:
  • Dinatrium hydrogenphosphat 2-Wasser
  • L-Cystein hydrochlorid 1-Wasser
  • Mannitol
  • Natrium hydroxid
  • Natrium Ion
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "PERFALGAN 10mg/ml/50ml" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von PERFALGAN 10mg/ml/50ml

  • Das Präparat enthält den Wirkstoff Paracetamol, ein Analgetikum (es lindert Schmerzen) und Antipyretikum (es senkt Fieber). Dieses Arzneimittel wird durch eine intravenöse Infusion direkt in eine Vene geleitet. Es wird angewendet:
    • zur Kurzzeit-Behandlung von mäßig starken Schmerzen, besonders nach Operationen,
    • zur Kurzzeit-Behandlung von Fieber.
  • Die Durchstechflasche mit 100 ml Inhalt ist nur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 33 kg Körpergewicht vorgesehen.
  • Die Durchstechflasche mit 50 ml Inhalt ist für reife Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis etwa 33 kg Körpergewicht vorgesehen.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von PERFALGAN 10mg/ml/50ml

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie allergisch gegen Propacetamol sind (ein anderes Analgetikum zur Infusion und eine Vorstufe von Paracetamol).
    • wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Nehmen Sie ein geeignetes Schmerzmittel zum Einnehmen sobald dies möglich ist.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Paracetamol-haltige Arzneimittel anwenden.
    • Wenn einer der folgenden Fälle auf Sie zutrifft, kann eine Anpassung Ihrer Dosis notwendig sein:
      • Leber- oder Nierenerkrankungen
      • Alkoholmissbrauch
      • falsche Ernährung (Mangelernährung)
      • Austrocknung (Dehydratation).
    • Sprechen Sie vor der Behandlung mit Ihrem Arzt, wenn eine der oben genannten Bedingungen auf Sie zutrifft.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Ihr Arzt muss entscheiden, ob eine Behandlung mit diesem Arzneimittel während der Schwangerschaft ratsam ist.
  • Stillzeit
    • Das Arzneimittel kann von stillenden Frauen angewendet werden.
Dosierung

Dosierung von PERFALGAN 10mg/ml/50ml

  • Die Durchstechflasche mit 100 ml Inhalt ist nur für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 33 kg Körpergewicht vorgesehen.
  • Die Durchstechflasche mit 50 ml Inhalt ist für reife Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Kinder bis etwa 33 kg Körpergewicht vorgesehen.
  • Dosierung
    • Ihr Arzt wird die richtige Dosis für Sie entsprechend Ihrem Körpergewicht und individuellen Faktoren bestimmen.
    • Dosierung in Abhängigkeit vom Körpergewicht
      • </= 10 kg*
        • Dosis pro Anwendung: 7,5 mg/kg
        • Volumen pro Anwendung: 0,75 ml/kg
        • maximales Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse***: 7,5 ml
        • maximale Tagesdosis**: 30 mg/kg
      • > 10 kg und </= 33 kg
        • Dosis pro Anwendung: 15 mg/kg
        • Volumen pro Anwendung: 1,5 ml/kg
        • maximales Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse***: 49,5 ml
        • maximale Tagesdosis**: 60 mg/kg (d.h. maximale Tagesdosis 2 g)
      • > 33 kg und </= 50 kg
        • Dosis pro Anwendung: 15 mg/kg
        • Volumen pro Anwendung: 1,5 ml/kg
        • maximales Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse***: 75 ml
        • maximale Tagesdosis**: 60 mg/kg (d. h. maximale Tagesdosis 3 g)
      • > 50 kg und zusätzliche Risikofaktoren für Lebertoxizität
        • Dosis pro Anwendung: 1 g
        • Volumen pro Anwendung: 100 ml
        • maximales Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse***: 100 ml
        • maximale Tagesdosis**: 3 g
      • > 50 kg und keine Risikofaktoren für Lebertoxizität
        • Dosis pro Anwendung: 1 g
        • Volumen pro Anwendung: 100 ml
        • maximales Volumen pro Anwendung basierend auf dem Höchstgewicht der jeweiligen Gewichtsklasse***: 100 ml
        • maximale Tagesdosis**: 4 g
      • * Frühgeborene: Es liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei Frühgeborenen vor.
      • ** Maximale Tagesdosis: Die in der Tabelle oben angegebenen Werte für die maximale Tagesdosis gelten für Patienten, die keine anderen Paracetamol-haltigen Arzneimittel erhalten und sollten entsprechend angepasst werden, um solche Produkte zu berücksichtigen.
      • *** Bei Patienten mit geringerem Körpergewicht müssen entsprechend kleinere Volumina verabreicht werden. Zwischen zwei Anwendungen muss ein Mindestabstand von 4 Stunden liegen. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance </= 30 ml/min) muss der Mindestabstand zwischen zwei Anwendungen auf 6 Stunden verlängert werden. Es dürfen nicht mehr als 4 Einzeldosen innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.
    • Im Falle einer schweren Nierenfunktionseinschränkung (wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten):
      • Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Dosis anpassen.
      • Zwischen zwei Infusionen muss ein Mindestabstand von 6 Stunden liegen.
    • Im Falle einer verminderten Leberfunktion, Alkoholmissbrauch, Austrockung (Dehydratation) oder Mangelernährung:
      • Die Tageshöchstdosis darf 3 g nicht überschreiten.
  • Risiko von Medikationsfehlern
    • Achten Sie ganz besonders darauf, Dosierungsfehler aufgrund einer Verwechslung von Milligramm (mg) und Millilitern (ml) zu vermeiden. Dies kann zu versehentlicher Überdosierung und zum Tod des Patienten führen.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Sprechen Sie bitte sofort mit Ihrem Arzt, wenn Ihnen zu viel verabreicht wurde, auch wenn Sie sich gut fühlen. Es besteht das Risiko einer irreversiblen Leberschädigung. Im Falle einer Überdosierung erscheinen die Symptome im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden. Sie können sich äußern als Übelkeit (Unwohlsein), Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)
    • Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:
      • Blutdruckabfall
      • Änderungen von Laborwerten (abnormal hohe Leberwerte im Blut). Regelmäßige Blutuntersuchungen können nötig sein.
      • allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit
  • Sehr seltene Nebenwirkungen (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)
    • Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:
      • eine schwerwiegende Hautreaktion oder allergische Reaktion. Brechen Sie die Behandlung sofort ab und informieren Sie Ihren Arzt.
  • In Einzelfällen wurden weitere Änderungen von Laborwerten beobachtet, die regelmäßige Blutuntersuchungen nötig machten: abnormal niedrige Werte einiger Typen von Blutzellen (Blutplättchen, weiße Blutkörperchen), die zu Nasen- oder Zahnfleischbluten führen können. Informieren Sie Ihren Arzt, falls dies bei Ihnen auftritt.
  • Es wurden Fälle von Rötung der Haut, Erröten mit Hitzegefühl, Juckreiz und beschleunigtem Puls berichtet.
  • Es wurden Fälle von Schmerzen und Brennen an der Infusionsstelle beobachtet.
  • Sehr selten wurden Fälle von schweren Hautreaktionen berichtet.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "PERFALGAN 10mg/ml/50ml" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "PERFALGAN 10mg/ml/50ml" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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