Beipackzettel


KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

Präparat:
KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten
PZN:
865711
Packungsgröße:
60 Stück (N1)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Filmtabletten

Anbieter:

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Wiesbaden
Homepage: www.abbvie.com

Aktiver Wirkstoff:

  • Lopinavir (100 mg pro 1 Tablette)
  • Ritonavir (25 mg pro 1 Tablette)

Sonstige Bestandteile:

  • Copovidon
  • Sorbitan laurat
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Natriumstearylfumarat
  • Poly(vinylalkohol)

Weitere Bestandteile

  • Titandioxid
  • Talkum
  • Macrogol 3350
  • Eisen(III)-oxidhydrat, gelb

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Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung

Wirkungsweise

Wirkungsweise beschreibt den Wirkungsmechanismus/die Wirkungsmechanismen des/der im Fertigarzneimittel enthaltenen Wirkstoffes/Wirkstoffe.
Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Lopinavir und Ritonavir sind HIV-Protease-Hemmer. Die HIV-Protease ist ein Schlüsselenzym und dafür zuständig, das von der befallenen Wirtszelle produzierte Protein zu spalten. Die Hemmung des Enzyms führt zur Anhäufung unreifer, nichtinfektiöser Virus-Vorstufen. Aufgrund der stoffwechselbedingten, hemmenden Eigenschaften auf bestimmte Enzyme (CYP3A) kann Ritonavir die Aufnahme, die Verteilung, den Um- und Abbau sowie die Ausscheidung anderer Proteasehemmer verbessern.
Anwendung

Anwendungsgebiete von KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

In Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln:
- HIV-Infektionen
Gegenanzeigen

Gegenanzeigen von KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schwere Leberfunktionsstörungen

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Infektionen der oberen Atemwege
- Durchfall
- Übelkeit
- Infektionen der unteren Atemwege
- Hautinfektionen
- Entzündung des Unterhautzellgewebes
- Haarwurzelentzündungen
- Furunkel
- Anämie (Blutarmut)
- Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen)
- Granulozytopenie (Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
- Lymphknotenschwellung
- Immunologische Überempfindlichkeit
- Nesselausschlag
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Lid und Lippen)
- Störungen des Blutzuckerhaushaltes
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride)
- Gewichtsverlust
- Appetitlosigkeit
- Angstzustände
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Nervenschädigungen
- Schwindel
- Schlaflosigkeit
- Bluthochdruck
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Erbrechen
- Refluxösophagitis (Refluxkrankheit mit Entzündung der Speiseröhre)
- Schleimhautentzündungen von Magen und Dünndarm
- Darmentzündung
- Bauchschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Hämorrhoiden
- Blähungen
- Leberentzündung
- Anstieg der Leberwerte
- Hautausschlag
- Schwerer Hautausschlag
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Ekzem
- Nächtliches Schwitzen
- Juckreiz
- Muskelschmerzen
- Skelettmuskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Rückenschmerzen
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Erektionsstörungen
- Menstruationsstörung
- Abgeschlagenheit
- Allgemeine Schwäche
- Immun-Reaktivierungs-Syndrom
- Keimdrüsenunterfunktion
- Gewichtszunahme
- Gesteigerter Appetit
- Anomale Träume
- Libidoabnahme
- Schlaganfall
- Krämpfe
- Geschmacksstörungen
- Zittern
- Beeinträchtigung des Sehvermögens
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Drehschwindel
- Herzinfarkt
- AV-Block (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
- Trikuspidalklappeninsuffizienz (Undichtigkeit der Trikuspidalklappe des Herzens)
- Venenthrombose (Verstopfung der Venen)
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Magengeschwüre
- Blutungen im Analbereich
- Entzündungen der Mundschleimhaut
- Geschwüre im Mund
- Stuhlinkontinenz
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Fettleber
- Lebervergrößerung
- Gallenwegsinfektionen
- Anstieg der Bilirubinwerte im Blut
- Haarausfall
- Entzündung der Blutgefäße
- Rhabdomyolyse (Schädigung von Muskelzellen)
- Untergang von Knochengewebe (Osteonekrose)
- Nierenfunktionsstörungen
- Nierenentzündung
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise zu KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Wechselwirkungen, Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
- Die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann durch das Arzneimittel beeinträchtigt werden. Für die Dauer der Einnahme sollten Sie deshalb zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung treffen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

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Dosierung und Anwendungshinweise

Dosierung von KALETRA 100 mg/25 mg Filmtabletten

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.

Für Patienten mit über 40 kg Körpergewicht stehen Arzneimittel mit höheren Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Allgemeine Dosierungsempfehlung:

  • Kinder mit 15-25 kg Körpergewicht
    • Einzel-/Gesamtdosis: 2 Tabletten / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
  • Kinder zwischen 25-35 kg Körpergewicht
    • Einzel-/Gesamtdosis: 3 Tabletten / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit
  • Kinder über 35 kg Körpergewicht
    • Einzel-/Gesamtdosis: 4 Tabletten / 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: unabhängig von der Mahlzeit

Anwendungshinweise

Beschreibt die korrekte Anwendung des Arzneimittels und wie lange das Arzneimittel angewendet werden sollte/darf.
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Bearbeitungsstand

Bearbeitungsstand

Datum der letzten Aktualisierung
12.06.2018
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Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation, die Ihrem Medikament beiliegt, vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:  Informationsgrundlage ist das Datenangebot von ABDATA Pharma-Daten-Service