Beipackzettel

Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten

Präparat: Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten
PZN: 9282566
Packungsgröße: 100 Stück (N3)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Retard-Tabletten

Anbieter:
PUREN Pharma GmbH & Co. KG
Willy-Brandt-Allee 2
München 81829
Tel.: 089 558909-0
Fax: 089 558909240
Email: info@puren-pharma.de
Homepage: www.puren-pharma.de
Aktiver Wirkstoff:
  • Felodipin (5 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser
  • Eisen (III) oxid
  • Hypromellose
  • Lactose 1-Wasser
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten

  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Arten von Schmerzen in der Brust, die durch körperliche Belastung (stabile Angina pectoris) auftreten.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten

  • Felodipin darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Felodipin, andere ähnliche Wirkstoffe (Calciumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ) oder einen der sonstigen Bestandteile der Retardtabletten sind.
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck (Herz-Kreislauf-Schock) haben.
    • wenn Sie eine starke Verengung (Stenose) der Aorta oder der Herzklappen (Aortenoder Mitralklappen) haben.
    • wenn Sie an einem vergrößerten Herzmuskel (hypertrophe Kardiomyopathie) leiden.
    • wenn Sie - verursacht durch eine Erkrankung der Herzkranzgefäße - sowohl in Ruhe als auch schon bei leichter Anstrengung Brustschmerzen bekommen (sogenannte instabile Angina pectoris).
    • wenn Sie innerhalb der letzten zwei Monate einen Herzinfarkt hatten.
    • wenn Sie eine unbehandelte Herzmuskelschwäche haben, die ein Anschwellen der Extremitäten, Schwäche und Kurzatmigkeit verursachen kann.
    • wenn Sie schwere Leberfunktionsstörungen haben.
    • wenn Sie schwanger sind oder sein könnten (s. u. „Schwangerschaft").

Patientenhinweis

  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Felodipin ist erforderlich,
    • wenn Sie eine schwere Einschränkung der Nierenfunktion haben.
    • wenn Sie eine Einschränkung der Leberfunktion haben.
    • wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche (kompensierte Herzinsuffizienz) leiden.
    • wenn Sie einen hohen Puls (Tachykardie) haben.
    • wenn Sie an einer Verengung (Stenose) der Aorta oder der Herzklappen (Aorten- oder Mitralklappen) leiden.
    • wenn Sie eine Überleitungsstörungen im Herzen (AV-Block 2. oder 3. Grades) haben.
    • bei schlechter Mundhygiene, da es das Risiko von Entzündungen des Zahnfleisches während der Behandlung mit Felodipin erhöhen kann.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Felodipin kann Schwindel oder Müdigkeit verursachen. Diese Wirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung, nach Dosiserhöhungen oder bei Alkoholgenuss auf. Wenn Sie davon betroffen sind, fahren Sie keine Fahrzeuge oder bedienen Maschinen.

Schwangerschaftshinweis

  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Felodipin darf während der gesamten Dauer einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie glauben, schwanger zu sein, eine Schwangerschaft planen oder während der Behandlung mit Felodipin schwanger werden, beenden Sie die Einnahme sofort und suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf.
    • Felodipin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Daher wird die Anwendung von Felodipin während der Stillzeit nicht empfohlen.
  • Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Dosierung

Dosierung von Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten

  • Nehmen Sie Felodipin immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Erwachsene
      • Bluthochdruck:
        • Zu Behandlungsbeginn 1 Retardtablette (5 mg) einmal täglich. Ihr Arzt kann die Dosis, falls erforderlich, auf 2 Retardtabletten Felodipin 5 mg (10 mg) täglich erhöhen oder Ihnen ein zusätzliches Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutdrucks verschreiben.
      • Angina pectoris:
        • Zu Behandlungsbeginn 1 Retardtablette (5 mg) einmal täglich. Ihr Arzt kann die Dosis, falls erforderlich, auf 2 Retardtabletten Felodipin 5 mg (10 mg) täglich erhöhen.
    • Ältere Patienten
      • Ihr Arzt wird die erforderliche Anfangsdosis festlegen.
    • Kinder
      • Für Kinder nicht empfohlen.
  • Lebererkrankungen
    • Patienten mit schweren Lebererkrankungen dürfen Felodipin nicht einnehmen.
    • Wenn Sie eine Lebererkrankung haben, wird Ihr Arzt Sie genau untersuchen und Ihnen möglicherweise eine geringere Dosis verschreiben.
  • Nierenerkrankungen
    • Wenn Sie eine Nierenerkrankung haben, wird Ihr Arzt Sie genau untersuchen und möglicherweise die Dosierung ändern.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge Felodipin eingenommen haben, als Sie sollten
    • Nehmen Sie nicht mehr Retardtabletten ein, als Ihnen Ihr Arzt verordnet hat. Sollten Sie jemals zu viele eingenommen haben, suchen Sie sofort Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Verpackung und die restlichen Tabletten mit, um sie dem Arzt zeigen zu können. Eine Überdosierung kann - verursacht durch Blutdruckabfall - zu Benommenheit, Ohnmacht und Schwindel, in seltenen Fällen auch zu verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie) führen.
  • Wenn Sie die Einnahme von Felodipin vergessen haben
    • Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie dies bemerken. Fahren Sie danach wie gewohnt mit der Einnahme fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene nachzuholen.
    • Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

  • Wenn Sie die Einnahme von Felodipin abbrechen
    • Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, da Felodipin Entzugssymptome verursachen kann. Wenn Sie die Einnahme zu plötzlich beenden, kann Ihr Blutdruck wieder ansteigen.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme beenden und folgen Sie seinem Rat.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann Felodipin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Beenden Sie die Einnahme von Felodipin sofort und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie eine allergische Reaktion haben, wie z. B. Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge, Mund und Rachen, dies kann zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine der im Folgenden genannten Nebenwirkungen auftritt.
    • Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10):
      • Kopfschmerzen, Tinnitus (Klingeln oder Summen in den Ohren) oder Hautrötung diese Nebenwirkungen treten eher zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhungen auf und können bei fortgesetzter Behandlung nachlassen, Anschwellen der Extremitäten (insbesondere der Knöchel).
    • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100):
      • Brustschmerzen oder Verstärkung schon vorhandener Brustschmerzen (Angina pectoris), eher zu Behandlungsbeginn. „Nadelstiche", Schwindel, Erschöpfung, Ruhelosigkeit, Herzklopfen, rascher Puls (Tachykardie), sehr niedriger Blutdruck, Ohnmacht, Kurzatmigkeit, Krankheitsgefühl (Übelkeit oder Erbrechen), Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Hautjucken, Nesselsucht (Urtikaria), Hautrötung, Lichtempfindlichkeit, verstärktes Schwitzen, Zahnfleischentzündung oder -schwellung, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Zittern, verstärkter Harndrang, Gewichtszunahme.
    • Selten (1 bis 10 Behandelte von 10 000):
      • Purpurfärbung der Haut.
    • Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10 000):
      • Herzinfarkt, Leberfunktionsstörungen, die sich bei Blutuntersuchungen als erhöhte Transaminasespiegel bemerkbar machen, Schuppung der Haut (exfoliative Dermatitis), Erektionsstörungen, Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern, Menstruationsstörungen, Fieber.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Ketoconazol

Es besteht ein großes Risiko für eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen "Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Felodipin-Actavis 5mg Retardtabletten" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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