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Beipackzettel


Beipackzettel von FARYDAK 15 mg Hartkapseln

Verpackungsbild(Packshot) von FARYDAK 15 mg Hartkapseln
Präparat:
FARYDAK 15 mg Hartkapseln
PZN:
11126431
Packungsgröße:
6 Stück
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Kapseln

Anbieter:

Secura Bio Ltd.
Dublin 2
Irland

Aktiver Wirkstoff:

Sonstige Bestandteile:

  • Magnesium stearat
  • Mannitol
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Maisstärke, vorverkleistert
  • Gelatine

Weitere Bestandteile

  • Titandioxid
  • Eisen(III)-oxidhydrat, gelb
  • Eisen(III)-oxid, rot
  • Drucktinte, schwarz, propylenglycolhaltig

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Wirkung und Anwendung Ihres Arzneimittels. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "FARYDAK 15 mg Hartkapseln" zu erfahren.

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Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Panobinostat gehört zu den Zytostatika und hemmt die Wirkung von bestimmten Enzymen (Histon-Deacetylasen), die an den Genaktivitäten innerhalb von Zellen beteiligt sind. Beim Multiplen Myelom scheint Panobinostat Gene, die die Teilung und das Wachstum von Tumorzellen unterdrücken, zu aktivieren. Dadurch kommt es zur Hemmung der Zellteilung von Tumorzellen und schließlich zum Zelltod, was insgesamt zu einer Verlangsamung des Tumorwachstums führt.
Anwendungsgebiete
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
- Krebs des Lymphsystems (Myelom (multiple, refraktär)), bei Patienten, die mindestens zwei vorangegangener Behandlungen erhalten haben
- Wiederauftreten von Krebs des Lymphsystems (Myelom (multipel, rezidiviert)), bei Patienten, die mindestens zwei vorangegangener Behandlungen erhalten haben

Dosierung und Anwendung

Dosierung von FARYDAK 15 mg Hartkapseln

Da es sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln handelt, wird die Dosierung von Ihrem Arzt bestimmt.

Beim Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ältere Patienten (über 75 Jahren): Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ihr Arzt kann im Verlauf der Behandlung Dosisanpassungen vornehmen. Für Dosisanpassungen stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Blutbildveränderungen wie einer verminderten Zahl an Blutplättchen und zu einer Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen sowie zu Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

.

Soll nicht geöffnet werden. Soll nicht zerkaut werden. Soll nicht zerdrückt werden.

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von FARYDAK 15 mg Hartkapseln

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe


Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Ältere Patienten ab 65 Jahren: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.


Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.


Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu FARYDAK 15 mg Hartkapseln

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
  • Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
  • Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.



Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von FARYDAK 15 mg Hartkapseln

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Infektion der oberen Atemwege (URTI)
  • Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
  • Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen (Panzytopenie)
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Verminderte Zahl an weißen bestimmten Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Lymphozytopenie)
  • Appetitlosigkeit
  • Phosphatmangel
  • Natriummangel
  • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Husten
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Müdigkeit
  • Wassereinlagerung an Armen und Beinen (periphere Ödeme)
  • Fieber
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Gewichtsabnahme
  • Schock durch Blutvergiftung
  • Infektion der Harnwege
  • Virusinfektion
  • Herpes im Mund (orale Herpes simplex-Infektion)
  • Darmentzündung durch ein bestimmtes Bakterium (Clostridium difficile)
  • Mittelohrentzündung
  • Entzündung des Unterhautzellgewebes (Zellulitis)
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Infektiöse Entzündung des Magen-Darm-Traktes
  • Infektion der unteren Atemwege
  • Hefepilzinfektion (Candidose)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Krankhaft erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Vermindertes Eiweiß (Albumin) im Blut (Hypalbuminämie)
  • Wasseransammlung
  • Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie)
  • Verminderter Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie)
  • Erniedrigter Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie)
  • Blutung im Inneren des Schädels
  • Ohnmachtsanfall
  • Zittern
  • Störung des Geschmacks
  • Blutung unter der Bindehaut am Auge
  • Langsamer Puls (Bradykardie)
  • Herzrhythmusstörung mit stark beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
  • Herzbeschwerden mit Pulsbeschleunigung durch das Schrittmacherzentrum
  • Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
  • Herzklopfen
  • Bluthochdruck
  • Blaue Flecken (Blutergüsse)
  • Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
  • Atemschwäche
  • Rasselgeräusche der Lunge
  • Pfeifende Atemgeräusche
  • Nasenbluten
  • Blutungen im Magen-Darm-Bereich
  • Blut im Stuhl
  • Magenschleimhautentzündung
  • Lippenentzündung
  • Blähung
  • Mundtrockenheit
  • Entweichen von Darmgasen
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Leberstörung mit vermehrtem Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
  • Hautschädigung (Hautläsion)
  • Hautausschlag
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Gelenkschwellung
  • Nierenversagen
  • Ausscheidung von Blut mit dem Urin (Hämaturie)
  • Blasenschwäche mit ungewolltem Harnabgang
  • Schüttelfrost
  • Unwohlsein
  • Erhöhter Blutharnstoff
  • Verminderte glomeruläre Filtrationsrate der Niere
  • Erhöhte alkalische Phosphatase
  • EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall)
  • Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin) im Blut
  • Anstieg der Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
  • Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
  • Pilzbedingte Lungenentzündung (fungale Pneumonie)
  • Virushepatitis B
  • Pilzinfektion durch Schimmelpilze
  • Herzinfarkt
  • Kreislaufversagen durch Blutung (hämorrhagischer Schock)
  • Blutung in der Lunge
  • Bluthusten
  • Kolonentzündung
  • Bluterbrechen
  • Schmerzen im Magen-Darm-Trakt


Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

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Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».
 
Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen:

Zum Wechselwirkungs-Check »
 

Wechselwirkungen zwischen "FARYDAK 15 mg Hartkapseln" und Lebens-/Genussmitteln

Bitte verzichten Sie auf Grapefruit, grapefruitartige Früchte (z.B. Pomelo) und grapefruithaltige Lebensmittel, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
Aufbewahrung
Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
    • vor Hitze geschützt
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)

aufbewahrt werden.

Alle Informationen zuklappenaufklappen

Letzte Aktualisierung:

26.02.2020

Meine Medikamente

Bitte beachten Sie:Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf. Neue Informationen finden außerdem nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank.

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service